Direkt nach der Ortsausfahrt von Stockach passierte es: Gegen 5 Uhr Früh rauschte eine Lawine vom Berg und verschüttete die Lechtalstraße. Mittendrin: ein Reisebus!
Das tonnenschwere Fahrzeug wurde von den Schneemassen vom Asphalt gefegt, kam neben der Straße zum Stillstand. Glücklicherweise überstanden die Insassen, gut ein Dutzend Werksmitarbeiter eines Unternehmens, alles unverletzt.
Der Busfahrer konnte die Mitreisenden befreien und den Notruf wählen. Sofort rückten Polizei, Bergrettung und Feuerwehr an. Am Lawinenkegel wurde sicherheitshalber nach weiteren Verschütteten gesucht, die Bergung des Busses musste aber warten. Erst nach der Freigabe der Lawinenkommission konnte gegen 14 Uhr schweres Gerät vorrücken.
Der Schock in der Gemeinde sitzt tief: Laut Bürgermeister Simon Larcher ist der Lawinenkegel rund 10 Meter hoch.
"Wir hatten tausend Schutzengel gehabt", sagt auch Markus Sojer, Betriebsleiter des Reiseunternehmens, gegenüber "Extremwetter.tv": "Der Fahrer fuhr auf der B198 gerade aus, plötzlich sah er nix mehr, dann wurde [der Bus] von der Lawine erwischt."
Diese hatte den Bus zum Glück nur gestreift: "Nicht vorstellbar, wenn der Bus in der Mitte der Lawine gewesen wäre. Da wären die Fenster eingedrückt, das wäre in einer Katastrophe geendet", so Sojer.
In Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg gilt seit Donnerstagnachmittag die zweithöchste Lawinenwarnstufe – "Heute" berichtete. In der Arlbergregionen kamen in den vergangenen Tagen über zwei Meter Neuschnee zusammen, der sich nur schlecht mit dem Altschnee verbindet.