Keine Schneeketten

Auto kracht in Schneepflug und stürzt Abhang hinab

Ein schlimmer Schnee-Unfall ereignete sich Donnerstagnachmittag in Tirol. Der Lenker wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt.
Newsdesk Heute
20.02.2026, 11:07
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Am Donnerstag kam es gegen 16.30 Uhr auf der Hochsöldenstraße in Sölden zu einem schweren Unfall. Ein 52-jähriger Deutscher aus München war mit seiner 17-jährigen Tochter im Auto talwärts unterwegs. Zur selben Zeit fuhr ein 43-jähriger Einheimischer mit einem Räumfahrzeug der Gemeinde Sölden bergwärts.

Die Straße war schneebedeckt, am Beginn wird mit Tafeln auf Schneekettenpflicht und Linksräumung hingewiesen. Der Österreicher lenkte sein Räumfahrzeug an der linken Seite der Straße bergauf. In einer Linkskurve kam ihm der Deutsche entgegen.

Zusammenstoß unvermeidbar

Der Einheimische versuchte, noch weiter nach links auszuweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Doch der Deutsche geriet beim Bremsen ins Schleudern und prallte mit der Beifahrerseite gegen den Schneepflug. Durch die Schrägstellung des Schneepflugs wurde das Auto des Münchners abgelenkt, rutschte über die Straße und stürzte etwa 30 Meter durch steiles Gelände ab.

Am Unfallauto waren keine Schneeketten montiert. Ein nachkommendes Taxi hielt sofort an. Der Fahrgast stieg aus, lief zum Unfallwagen und konnte die Tochter befreien. Sie schafften es gemeinsam zurück auf die Straße. Der Vater war im stark beschädigten Auto eingeklemmt. Zwei Pistenretter der Bergbahnen Sölden konnten ihn schließlich befreien.

Schwierige Bergung

Danach halfen auch die Feuerwehr Sölden und die Bergrettung unter Aufsicht eines Notarztes bei der Rettung. Der Deutsche erlitt schwere Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung in die Klinik Innsbruck gebracht. Seine Tochter kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus nach Zams. Der Österreicher blieb unverletzt.

Im Einsatz standen die Freiwillige Feuerwehr Sölden mit 13 Leuten und drei Fahrzeugen, das Rote Kreuz Sölden mit fünf Sanitätern, zwei Notärzten, einem Einsatzleiter und vier Fahrzeugen, die Bergrettung Sölden mit 15 Leuten und drei Fahrzeugen sowie die Polizei mit einer Streife. Die Bergung des Unfallautos gestaltete sich als besonders schwierig. Am Fahrzeug des Deutschen entstand Totalschaden.

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