Legende Maier übt heftige Kritik am Ski-Weltcup

Bild: GEPA-pictures.com
Hermann Maier gewann 54 Weltcup-Rennen. Vor zehn Jahren erklärte die Ski-Legende ihren Rücktritt. Mit der Entwicklung des Sports ist der "Herminator" nur bedingt zufrieden.
Hermann Maier meldet sich nicht oft zu Wort. Und falls doch, hat er einiges zu sagen. Vor den Abfahrts-Klassikern in Wengen und Kitzbühel gab die 47-jährige Ski-Ikone Radio Salzburg ein Interview. Der "Herminator" kritisierte dabei den dichten Weltcup-Kalender.

"Vor allem für die Herren gibt es in den Tagen vor Weihnachten zu viele Rennen", sagt Maier. Das habe nicht nur einen negativen Effekt auf die Läufer, sondern auch die Zuschauer. "Dadurch hält sich der Ansturm der Fans in Grenzen. Gleiches gilt für die Zuschauer vor den Fernsehgeräten. Da sollten sich die Verantwortlichen einmal etwas überlegen."

Maier, der seine Karriere vor zehn Jahren beendete, verfolgt den Ski-Zirkus vorwiegend von der Couch. Besonders eine Station hat es dem 47-Jährigen angetan. "die Abfahrt in Bormio, weil ich da meinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert habe. Die Strecke zählt zu den schwierigsten im Zirkus. Wer hier gewinnen kann, ist ein ganz Großer."

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nicht glücklich ist Maier mit der Tatsache, dass mittlerweile oft das Material über Sieg oder Niederlage entscheidet. "Es sind die Schuhe. Früher fuhren fast alle die gleichen und es gab nur wenige Möglichkeiten der Einstellung. Heute reicht ein kleiner Fehler bei der Einstellung der Schuhe und du bist irgendwo in der Ergebnisliste."

Heute schnallt Maier selbst wieder die Ski an – und zwar in Flachau. Das Ski-Ass nimmt beim Charity-Event "Star Challenge 2020" teil – als Vorläufer.





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