Drei Menschen gestorben

Legionellen: Mann (38) liegt weiter auf Intensivstation

32 Menschen erkrankten beim Legionellen-Ausbruch im Großraum Linz, drei starben. Ein 38-Jähriger wird weiterhin auf der Intensivstation behandelt.
Österreich Heute
18.09.2026, 09:45
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Der Legionellen-Ausbruch im Großraum Linz ist noch nicht überstanden. Seit Mitte Juli sind insgesamt 32 Menschen erkrankt. Drei Patienten starben im Zusammenhang mit der Infektion.

Ein Erkrankter befindet sich noch im Linzer Kepler Universitätsklinikum. Der 38-Jährige muss nach wie vor intensivmedizinisch betreut werden, das berichten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN).

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Angehöriger erstattet Anzeige

Unterdessen gibt es nach einem der Todesfälle eine neue Entwicklung. Der Sohn einer 81-Jährigen, die Mitte August in Linz gestorben war, erstattete Anzeige bei der Polizei.

Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz, bestätigte den OÖN, dass "eine Sachverhaltsdarstellung" des Wieners bei der Behörde eingegangen sei. Nun wird geprüft, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht.

Im Raum steht etwa die Frage, ob Wartungsintervalle von Kühlanlagen nicht eingehalten worden sein könnten. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. "Es gibt derzeit weder einen Ermittlungsauftrag, noch wurde die Sachverhaltsdarstellung eingestellt", sagte Breiteneder laut OÖN.

Das musst du über Legionellen wissen

Legionellen kommen von Natur aus in geringer Konzentration im Wasser vor. Unter bestimmten Bedingungen können sich die Bakterien allerdings stark vermehren – etwa bei großer Hitze, in Warmwasseranlagen großer Gebäude oder in künstlichen wasserführenden Systemen.

Eine Infektion kann die sogenannte Legionärskrankheit auslösen. Dabei handelt es sich um eine schwere Form der Lungenentzündung, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

Es gibt allerdings auch mildere Verläufe ohne Lungenentzündung. Das sogenannte Pontiac-Fieber klingt meist innerhalb von zwei bis fünf Tagen von selbst ab. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Raucher.

Drei Patienten gestorben

Neben der 81-Jährigen starben im Sommer auch ein 56-Jähriger und ein 89-Jähriger an den Folgen einer Legionellen-Infektion.

Bei der Suche nach der möglichen Infektionsquelle konzentrieren sich die Hinweise auf einen Kühlturm im Gebäude der Linz Netz an der Wiener Straße. In der Kühlanlage wurden Legionellen nachgewiesen.

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Die AGES verglich daraufhin Erreger aus der Anlage mit Legionellen von Erkrankten. Dabei wurden Gemeinsamkeiten festgestellt.

Für die Behörden ist das ein weiteres starkes Indiz dafür, dass die Anlage die Quelle des Ausbruchs gewesen sein könnte. Darauf würden "nicht nur die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle und vorläufige Analysen der Luftströmungsverhältnisse" hindeuten.

Endgültig nachgewiesen ist die Infektionsquelle allerdings weiterhin nicht.

Mehr als 200 Wasserproben untersucht

Im Zuge der Suche nach der Ursache wurden bisher mehr als 200 Wasserproben genommen. Sie stammen unter anderem aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und Kühlanlagen.

Der Großteil der Proben wurde bereits vom Referenzlabor der AGES untersucht.

red,18.09.2026, 09:45