Für Raucher wird die Luft auf den öffentlichen Linzer Spielplätzen bald dünn: Der Sicherheitsausschuss sprach sich am Mittwoch einstimmig für ein Verbot aus. Die bestehende Gartenverordnung soll dafür geändert werden. Endgültig entscheiden muss noch der Gemeinderat.
Das Rauchverbot soll das bereits geltende Alkoholverbot auf Spielplätzen ergänzen. "Spielplätze sind Räume für Kinder", erklärt Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Gesundheitsschutz habe für ihn dort klare Priorität, Kinder sollen dort weder Tabakrauch ausgesetzt sein noch Zigarettenstummel finden: "Mit der neuen Regelung schaffen wir einen verbindlichen Schutz dort, wo er besonders wichtig ist."
Auch für Taubenfütterer soll es künftig ernst werden. Der Ausschuss beschloss mehrheitlich ein ganzjähriges Fütterungsverbot im gesamten öffentlichen Raum. Wer trotzdem Nahrung auslegt, ausstreut oder ausschüttet, riskiert bis zu 218 Euro Strafe.
Die Regelung soll unter anderem auf Straßen, Plätzen, Parkplätzen sowie in Parks, Innenhöfen und Grünanlagen gelten. Hintergrund seien größere Taubenansammlungen sowie Verschmutzungen durch Kot und Futterreste.
"Mit einem klaren Fütterungsverbot schaffen wir eine nachvollziehbare Regel und geben dem Ordnungsdienst eine Grundlage für Kontrollen", so Raml. Auch dieses Verbot muss noch vom Gemeinderat beschlossen werden.