Kritik an Zulagen

Lehrer kassieren bis zu 3.580 Euro extra im Monat

In Tirol sorgen hohe Zulagen für Lehrergewerkschafter für Wirbel - bis zu 3.580 Euro monatlich gibt es zusätzlich, auch rückwirkend.
Österreich Heute
06.05.2026, 07:11
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Heftige Debatte um Extra-Geld für Lehrergewerkschafter in Tirol: Neue Zahlen zeigen, wie stark die Zulagen zuletzt gestiegen sind und wie teuer das für die öffentliche Hand wird.

Möglich macht das eine Dienstrechtsnovelle des Bundes aus dem Vorjahr. Sie sorgt dafür, dass freigestellte Personalvertreter deutlich höhere sogenannte Ersatz-Zulagen erhalten – und das sogar rückwirkend bis 2023, das berichtet die Tiroler Tageszeitung (TT).

Konkret betrifft das in Tirol 30 Personalvertreter im Pflichtschulbereich. Wer mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit für die Gewerkschaft tätig ist, bekam bisher im Schnitt 1.670 Euro zusätzlich pro Monat. Künftig sind es durchschnittlich 3.350 Euro. Bei geringerer Freistellung steigt die Zulage von 230 auf 443 Euro monatlich.

Einige langgediente Lehrergewerkschafter kommen sogar auf bis zu 3.580 Euro extra im Monat, so die TT. Für die rückwirkenden Anpassungen müssen insgesamt 547.000 Euro nachgezahlt werden. Heuer schlagen die Zulagen mit 232.464 Euro zu Buche, im kommenden Schuljahr mit 372.275 Euro.

Die Regelung gilt für Pflichtschullehrer, nicht aber für die Personalvertretung in der Landesverwaltung. Von Seiten der Gewerkschaft wird argumentiert, dass Spitzenfunktionäre bewusst andere Karrierewege nicht eingeschlagen hätten.

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Kritik kommt von NEOS-Klubchefin Birgit Obermüller: "Dass Personalvertretungen Zulagen und sogar Nachzahlungen in dieser Größenordnung erhalten, während alle anderen Lehrpersonen Einbußen hinnehmen müssen, ist sachlich nicht mehr zu rechtfertigen", so die TT.

"Völlig überzogen"

Sie sieht die Verantwortung bei der Gewerkschaft selbst: "Die Forderungen nach derart überhöhten Zulagen für Personalvertretungen sind völlig überzogen. Dafür trägt die Gewerkschaft selbst die Verantwortung."

Auch an die Lehrer richtet sie einen Appell: "Ich empfehle allen, die in der Gewerkschaft organisiert sind, sich genau erklären zu lassen, warum ihre FunktionärInnen hier derart maßlose Forderungen für sich selbst gestellt haben."

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.05.2026, 07:11
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