Smartphone-Test

Leica trifft Smartphone! Das Leitzphone der Luxusklasse

Xiaomi hebt das Xiaomi 17 Ultra auf Luxus-Niveau: Das Leitzphone bietet edle Haptik, exklusive Leica-Modi und eine Premium-Verarbeitung.
Rene Findenig
28.02.2026, 15:30
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Als Xiaomi rund um den Mobile World Congress in Barcelona die neue 17er-Serie seiner Smartphone-Flaggschiffe präsentierte, überraschte der Konzern nicht nur mit dem ohnehin schon beeindruckenden Xiaomi 17 Ultra, sondern kündigte gleichzeitig eine hochwertige Spezialedition an: das "Leitzphone powered by Xiaomi". Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Luxus-Smartphone, doch bei genauerer Betrachtung offenbart sich, dass hier nicht nur Design, sondern auch Fotografie-Expertise im Mittelpunkt steht. Mit einem Preis von rund 1.999 Euro liegt es deutlich über dem Ultra-Modell (1.499 Euro). Rechtfertigen will man das mit exklusiver Verarbeitung, Leica-inspirierter Haptik und Kamera-Modi mit klassischen Leica-Looks.

Du interessierst dich für die technischen Daten und die Leistung des Leitzphone? Dann geht es hier zum ausführlichen Test des Xiaomi 17 Ultra >>

Die Rückseite des Leitzphone ist mit matt aussehenden, verstärkten Kunststoffflächen versehen, die den Eindruck eines Sammlerstücks erzeugen. Das ikonische rote Leica-Logo neben dem Kameramodul ist ein visuelles Statement, das die Verwandtschaft zur klassischen Leica-Kamera betont. Während das Xiaomi 17 Ultra bereits hochwertig wirkt, setzt das Leitzphone bewusst bei Haptik und Exklusivität noch eines obendrauf. Das Gerät liegt griffig in der Hand, wirkt edel, sieht beeindruckend aus. Die Wahl zwischen den Farbtönen Schwarz und Off-White greift bewusst die Ästhetik klassischer Leica-Kameras auf, wodurch das Gerät optisch noch stärker hervorsticht.

Besonders hochwertiges Designkonzept umgesetzt

Präzise gefräst und mit feinen Kanten versehen, sorgt der Metallrahmen nicht nur für eine ansprechende Optik, sondern auch für ein außergewöhnlich griffiges Handling. Im Vergleich zum Standard-Ultra fühlt sich das Gerät dadurch deutlich wertiger an, was besonders bei längeren Fototouren oder beim Einsatz des mechanischen Zoomrings spürbar wird. Der Rahmen bildet eine stabile Brücke zwischen der Rückseite und dem Display, schützt die empfindlichen Komponenten und unterstützt gleichzeitig das hochwertige Designkonzept. Selbst kleine Details wie die Rändelung am Rahmen erinnern an klassische Kameraelemente und betonen den Leica-inspirierten Charakter des Smartphones.

Die Rückseite des Leitzphone ist mit verstärkten Kunststoffflächen versehen, die den Eindruck eines Sammlerstücks erzeugen.
Rene Findenig

Das Leitzphone übernimmt das hervorragende 6,9-Zoll-AMOLED-Display des Ultra-Modells mit adaptiver 120-Hz-Bildwiederholrate, HDR10+ und Dolby Vision. Mit bis zu 3.500 Nits Spitzenhelligkeit zeigt es Inhalte selbst bei direkter Sonneneinstrahlung klar und kontrastreich. Farben wirken kräftig, aber nie übertrieben, Schwarztöne sind tief, Details gestochen scharf. Gerade beim Betrachten und Bearbeiten von Fotos spielt das Display seine Stärken aus: Die Leica-Modi lassen sich präzise beurteilen, die Farben wirken authentisch und die Detailtreue erleichtert die Kontrolle jedes Motivs. Die brillante Darstellung und das flüssige Scrollen sorgen dafür, dass sich die Bedienung hochwertig anfühlt, wie es vom Premium-Handy erwartet wird.

Selbst kleine Details wie die Rändelung am Rahmen erinnern an klassische Kameraelemente und betonen den Leica-inspirierten Charakter des Smartphones.
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Bewährte Ultra-Kameratechnik mit Leica-Feeling

Unter der Haube des Leitzphone powered by Xiaomi steckt dieselbe Kamera-Technik wie im Xiaomi 17 Ultra. Der 1-Zoll-Hauptsensor mit 50 Megapixeln (MP) liefert auch hier beeindruckende Detailtreue und Dynamik, das 50-MP-Ultraweitwinkel sorgt für verzerrungsfreie Panoramen, und das 200-MP-Periskop-Teleobjektiv erlaubt stufenlosen optischen Zoom über mehrere Brennweiten hinweg. Videos lassen sich in 8K aufnehmen, die Bildstabilisierung sorgt für flüssige Ergebnisse. Der Unterschied zum Ultra zeigt sich weniger in der Hardware als in der haptischen Interaktion und Software-Steuerung. Das Leitzphone bietet zwei exklusive Unterschiede: Eine spezielle Zoom-Steuerung und die Integration neuer Leica-Modi.

Ein besonderes Highlight ist der integrierte mechanische Master-Zoom-Ring rund um das Kameramodul. Er erinnert an die Fokusringe klassischer Leica-Objektive und ermöglicht die direkte Steuerung von Zoom, Fokus und Belichtung. Während die Ultra-Version auf Touch- und Softwaresteuerung setzt, erzeugt der Ring beim Leitzphone ein analoge Fotografie-Feeling, das kreatives Fotografieren fördert. Gerade bei Street- oder Porträtfotografie entsteht ein spürbarer Unterschied: Man fühlt sich näher an den Aufnahmeprozess gebunden. Bei schnellen Motiven reagiert der Ring zwar manchmal leicht unpräzise oder man verstellt ihn versehentlich beim Knipsen, dennoch ist das haptische Erlebnis fast einzigartig in der Smartphone-Welt.

Der Zoom-Ring erinnert an Fokusringe klassischer Leica-Objektive und ermöglicht die Steuerung von Zoom, Fokus und Belichtung.
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M9 und M3 als exklusive Leica-Modi der Kamera

Softwareseitig hebt sich das Leitzphone besonders ab. Die Kamera-App bietet zwei exklusive Leica-Modi: den M9-Modus, der CCD-Farben und warme Töne simuliert, und den M3-Modus, der klassische Schwarz-Weiß-Filmästhetik mit feinem Korn erzeugt. Gerne will man dies als Spielerei abtun, aber: Die Modi sind keine simplen Filter, sondern verändern Kontrast, Tonalität und Farbcharakter, sodass Fotos tatsächlich an einen authentischen Leica-Look erinnern. Ergänzt wird dies durch eine klassische 3:2-Bildoption in den Formaten, die näher an den typischen Leica-Bildausschnitt erinnert und weniger Smartphone-typisch wirkt. Für kreative Nutzer entsteht so ein echter Mehrwert, der das Gerät von jedem Standard-Flaggschiff abhebt.

M9-Modus bei Nacht, Tag und Kunstlicht.
Rene Findenig
M3-Modus bei Nacht, Tag und Kunstlicht.
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Abgesehen von den Leica-Extras entspricht das Leitzphone hardwareseitig dem Xiaomi 17 Ultra. Mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5, bis zu 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und einem gigantischen 1 Terabyte UFS 4.1 Speicher arbeitet das Gerät auf Spitzen-Niveau. Apps starten blitzschnell, Multitasking läuft reibungslos, 8K-Videos lassen sich direkt auf dem Gerät bearbeiten. Auch grafikintensive Spiele laufen butterweich, ohne nennenswerte Hitzeentwicklung. HyperOS 3 (basiert auf Android 16) sorgt für flüssige Bedienung, intelligente Energieverwaltung und nahtlose KI-Unterstützung für Kamera und System. Für Nutzer, die neben Fotografie auch Multitasking und Gaming erwarten, ist die Leistung überragend.

Besonderes Design bei der Benutzeroberfläche

Eine weitere Besonderheit des Leitzphones ist ein bereits vorinstalliertes Design der Benutzeroberfläche im Leica-Look mit eigenen App-Symbolen, Widgets und Schriften. Nett: Das Schwarz-Weiß-Design der Apps vor farbigem Hintergrund erinnert etwas an die Designs des Technologie-Herstellers Nothing, dazu kommen spezielle Widgets wie jenes, das Nutzern die "Goldene Stunde" für stimmungsvolle Fotografie anzeigt. Der 6.800-Milliamperestunden-Akku bietet wie beim Ultra eine exzellente Ausdauer. Ein voller Tag intensiver Nutzung ist problemlos möglich, oft sogar länger. Das Schnellladen mit 90 Watt kabelgebunden und 50 Watt kabellos bringt das Gerät innerhalb kurzer Zeit wieder auf volle Kapazität.

Eine weitere Besonderheit des Leitzphones ist ein bereits vorinstalliertes Design der Benutzeroberfläche im Leica-Look mit eigenen App-Symbolen, Widgets und Schriften.
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Auch Reverse Charging für Zubehör wie Kopfhörer oder Smartwatches steht bereit. Gerade für Fotografen auf Reisen oder Content-Creator, die viel unterwegs sind, ist diese Kombination aus Leistung und Ausdauer entscheidend. Der Aufpreis von rund 500 Euro im Vergleich zum Xiaomi 17 Ultra spiegelt nicht zusätzliche Hardware wider, sondern die hochwertige Verarbeitung, exklusive Leica-Software und haptische Kamera-Features. Für Nutzer, die primär Leistung, Akku oder Displayqualität suchen, ist das Ultra-Modell das rationalere Angebot. Für Leica-Fans, Fotografen und kreative Profis, die bewusst mit Bildstil und Kamera-Haptik arbeiten möchten, bietet das Leitzphone jedoch ein einzigartiges Erlebnis, das über reine Hardware hinausgeht.

Leica trifft Smartphone! Das Leitzphone der Luxusklasse

Als Zubehör liegt dem Leica-Smartphone übrigens eine hochwertige Schutzhülle, eine Kamera-Abdeckung mit Leica-Schriftzug, ein Leica-inspiriertes Lade- und Übertragungskabel sowie eine rote Sicherheitsschlaufe für das Handgelenk bei. Nicht alle Aspekte des "Leitzphone powered by Xiaomi" sind indes perfekt, die Kritik ist aber mehr als überschaubar: Der mechanische Ring rund um das Kameramodul kann bei schnellen Bewegungen ungewollt verstellt werden, und die speziellen Leica-Modi erfordern ein gewisses fotografisches Verständnis, um den maximalen oder überhaupt einen Nutzen zu erzielen. Zudem bleibt der hohe Preis von 2.000 Euro eine Hürde für jene, die den Fokus auf Preis-Leistung legen.

Du interessierst dich für die technischen Daten und die Leistung des Leitzphone? Dann geht es hier zum ausführlichen Test des Xiaomi 17 Ultra >>

Für viele Nutzer, die einfach nur ein leistungsstarkes Smartphone möchten, bleibt das Ultra-Modell die logischere Wahl. Das "Leitzphone powered by Xiaomi" ist aber auch mehr als ein Luxus-Ultra: Es ist eine fotografisch inspirierte, haptisch intensive Leica-Edition, die klassische Kameraästhetik in die Smartphone-Welt überträgt. Hardware und Display bleiben auf Ultra-Niveau, doch exklusive Software, der Master-Zoom-Ring und die hochwertige Verarbeitung schaffen eine eigene Identität. Wer den hohen Preis nicht scheut, ist sich nicht nur eines extrem starken Smartphone-Flaggschiffs sicher, sondern auch den Blicken der umstehenden Personen. Für alle anderen bleibt das Ultra das leistungsstarke, universelle Premium-Gerät.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 28.02.2026, 15:30
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