Lenker rast Polizei davon und wirft Drogen aus Fenster

Bei der Anhaltung weigerte sich der Mann, das Fahrzeug zu verlassen und musste mit Körperkraft aus dem PKW gezogen werden (Symbolbild).
Bei der Anhaltung weigerte sich der Mann, das Fahrzeug zu verlassen und musste mit Körperkraft aus dem PKW gezogen werden (Symbolbild).picturedesk.com
Die Polizei stoppte einen Raser ohne Führerschein, der mit über 100 km/h quer durch Wien fuhr. Während der Fahrt warf er Drogen aus dem Fenster.

In Wien-Margarethen kam es am Samstag gegen 22.40 Uhr zu einer wilden Verfolgungsjagd. Beamte der Landesverkehrsabteilung Wien wurden im Rahmen ihrer Streife auf ein Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit am Mariahilfer Gürtel stadtauswärts aufmerksam. Als die Verkehrspolizisten das Fahrzeug anhalten wollten, flüchtete der Lenker mit überhöhter Geschwindigkeit und versuchte sich der Anhaltung zu entziehen.

Vier Autos beschädigt, Fußgänger sprang auf Gehsteig zurück

Der PKW beschleunigte dabei auf bis zu über 100km/h, mehrere Autos mussten im dichten Verkehr ablenken und abbremsen. Der Flüchtige bog vom Gürtel in die Gebrüder-Lang-Gasse ein und setzte seine gefährliche und rücksichtslose Fahrt durch mehrere Gassen in Wien-Fünfhaus fort. In engen Gassen beschädigte der Lenker vier abgestellte PKW. Weiters fuhr der Raser einfach bei einer Kreuzung über Rot, sodass ein Fußgänger vom Schutzweg auf den Gehsteig zurück springen musste. Im Bereich der Sechshauser Straße warf der Mann mehrere Gegenstände aus dem Fenster und konnte kurze Zeit später angehalten werden.

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Bei der Anhaltung weigerte sich der Mann das Fahrzeug zu verlassen und musste mit Körperkraft aus dem PKW gezogen werden, berichtet die LPD Wien in einer Aussendung. Die Polizisten nahmen den Mann fest. Es stellte sich heraus, dass der 23-Jährige keinen Führerschein besaß und deshalb versuchte, zu flüchten. Bei den aus dem Fenster geworfenen Gegenständen handelte es sich um insgesamt 37 "Baggies" Marihuana. Die Beamten stellten das Suchtmittel sicher.

Polizisten finden 100 Munitionspatronen

Im Fahrzeug fanden die Beamten 100 Munitionspatronen (Kaliber 9mm). Da der Tatverdächtige ein aufrechtes Waffenverbot besaß, wurden diese sichergestellt. Im weiteren Verlauf verweigerte der 23-Jährige die amtsärztliche Untersuchung auf Beeinträchtigung durch Alkohol oder Suchtmittel. Der Mann wurde unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr, Verstöße gegen das Waffen- sowie Suchtmittelgesetz als auch zahlreiche Verkehrsdelikte angezeigt.

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