2 Tote, 2 Verletzte in NÖ

Letzter Funkspruch enthüllt Drama vor Flugzeug-Absturz

Nach dem Flugzeugabsturz bei Gaming verdichten sich die Hinweise auf einen technischen Defekt. Der Pilot setzte vor dem Unglück noch zwei Notrufe ab.
André Wilding
13.07.2026, 18:00
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Nach dem tödlichen Absturz eines Kleinflugzeugs im Ötschergebiet zeichnen sich erste Hinweise auf die Unglücksursache ab. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte ein technisches Gebrechen den Absturz ausgelöst haben. Der Pilot soll kurz vor dem Aufprall noch zwei entscheidende Funksprüche abgesetzt haben.

Mädchen und Onkel überleben Absturz

Die einmotorige Piper PA-28 war am Sonntagvormittag bei einem Rundflug im Gemeindegebiet von Neuhaus bei Gaming gegen einen Bergrücken geprallt und in steilem Waldgelände abgestürzt. Der 47-jährige Pilot und eine gleichaltrige Frau kamen dabei ums Leben. Ein 41-jähriger Mann und dessen 15-jährige Nichte überlebten das Unglück.

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Nach Angaben von Ermittlern und Experten der Flugsicherung meldete der Pilot zunächst einen massiven Verlust des Öldrucks – das berichtet der KURIER. Wenig später folgte ein weiterer Funkspruch, in dem er einen "Totalausfall" des Motors meldete und eine Notlandung ankündigte. Diese Erkenntnisse decken sich mit den Aussagen von Augen- und Ohrenzeugen, die von "merkwürdige Motorengeräusche" und "Motoraussetzer" berichteten.

Flug war Geschenk zur Firmung

Die 15-Jährige überlebte den Absturz mit leichten Verletzungen und konnte sich selbst aus dem Wrack befreien. Ihr 41-jähriger Onkel wurde schwer verletzt und wird laut Polizeisprecher Stefan Loidl weiterhin intensivmedizinisch behandelt, so der Sprecher gegenüber "Heute". Nach bisherigen Informationen könnte das Mädchen das Spital bereits am Montag verlassen.

Der Rundflug soll ein Geschenk zur Firmung der 15-Jährigen gewesen sein. Das Flugzeug war am Flugplatz der Flugunion Seitenstetten gestartet und führte zunächst über das Salzkammergut, ehe es auf dem Rückweg zu den Problemen gekommen sein dürfte.

Den Absturz beobachteten Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die sich auf der Heimfahrt vom Landeslager befanden. Sie setzten sofort den Notruf ab und machten sich zu Fuß auf den Weg zur schwer erreichbaren Unfallstelle. Die Einsatzkräfte mussten sich mit Kettensägen und weiterem Werkzeug einen Zugang durch das steile Waldgelände verschaffen.

Wrack nach Wien gebracht

Nach Abschluss der Spurensicherung wurde das Wrack mit einem Transporthubschrauber geborgen und nach Wien gebracht. Dort soll es von der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes untersucht werden. Zusätzlich wurde ein Sachverständiger mit der technischen Ursachenforschung beauftragt. Die Staatsanwaltschaft ordnete außerdem die Obduktion des Piloten an. Mit einem Ermittlungsergebnis wird frühestens in einigen Monaten gerechnet.

Ob tatsächlich ein technischer Defekt zum Absturz geführt hat, sollen nun die Untersuchungen des Wracks endgültig klären.

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