Am Dienstagvormittag schlug die Filialleiterin eines Geschäfts in Traisen (Bezirk Lilienfeld) Alarm. Gegen 10.45 Uhr soll ein Ladendieb aus dem Geschäft geflüchtet und in ein Auto mit rumänischem Kennzeichen gestiegen sein.
Polizisten leiteten sofort eine Fahndung nach dem Fahrzeug ein. Wenig später entdeckten Beamte den Wagen in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten) und wollten ihn anhalten.
Doch die beiden rumänischen Insassen dachten offenbar gar nicht daran, stehenzubleiben. Die Männer (42, 54) entzogen sich der Kontrolle. Gegen 11 Uhr war die Flucht schließlich vorbei: Polizisten aus Wilhelmsburg und Lilienfeld stoppten das Auto und nahmen die beiden vorläufig fest.
Im Fahrzeug fanden die Ermittler gestohlene Waren und stellten sie sicher. Ein weiteres Versteck flog dank einer aufmerksamen Zeugin auf. Sie entdeckte weggeworfene Beute in einem Abfalleimer auf einem Parkplatz in Wilhelmsburg.
Die Ermittlungen führten die Polizei noch zu sechs weiteren Tatorten. Die Verdächtigen sollen zwischen 6. und 8. Juli drei Mal in Krems, zwei Mal in St. Pölten und ein Mal in Böheimkirchen zugeschlagen haben.
Im Visier der mutmaßlichen Seriendiebe standen vor allem elektrische Zahnbürsten und Zahnbürstenaufsätze. Der Wert der Beute liegt laut Polizei im niedrigen vierstelligen Eurobereich.
Der 42-Jährige, der bei den Diebstählen als Fahrer fungiert haben soll, zeigte sich bei seiner Einvernahme geständig. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Einlieferung beider Männer in die Justizanstalt St. Pölten an.
Für die Ermittler ist der Fall aber noch nicht abgeschlossen: Die Polizei prüft, ob die beiden Männer für weitere Diebstähle verantwortlich sind.