Schock an Italiens Traumküste: Der imposante Felsbogen der Faraglioni di Sant’Andrea in Melendugno, auch als Liebesbogen bekannt, ist am Wochenende laut italienischen Medienberichten eingestürzt.
Heftige Stürme und starke Regenfälle der vergangenen Tage setzten der ohnehin von Erosion gezeichneten Küste massiv zu. Laut ersten Einschätzungen war ein Unwetter am Samstag letztlich ausschlaggebend für den Einsturz. Es handelt sich um den bisher schwersten Schaden, den die Küstenerosion der Landschaft des Salento zugefügt hat.
Über Jahrtausende von Wind und Meer geformt, spannte sich der Kalksteinbogen wie ein Tor über das türkisfarbene Wasser der Adria. Die Felsformation war über eine natürliche Brücke mit der hohen Steilküste verbunden und galt als beliebtes Fotomotiv sowie als Wahrzeichen der Region.
Der Name Liebesbogen geht auf romantische Legenden zurück. Paare sollten Glück in der Liebe finden, wenn sie gemeinsam unter dem Bogen hindurchschritten. Für Einheimische und Touristen war der Ort gleichermaßen ein Symbol für die Schönheit der süditalienischen Küste.
"Für uns ist dieser Einsturz ein schmerzlicher Schlag ins Herz. Einer der bekanntesten touristischen Anziehungspunkte unserer Küste und ganz Italiens ist verschwunden", trauert der Bürgermeister von Melendugno, Maurizio Cisternino.
Mit dem Einsturz verschwindet nicht nur ein Naturdenkmal, sondern auch ein Stück Identität des Salento – gegeben von der Natur und nun von ihr wieder genommen.