Es ist ein Fall, der bereits im Vorjahr für großes Aufsehen gesorgt hat – und nun erneut vor Gericht landet: Ein ehemaliger Lehrer steht am Dienstag wieder vor dem Grazer Straflandesgericht.
Dem Ex-Pädagogen wird vorgeworfen, sich über gefälschte Social-Media-Profile als Mädchen ausgegeben zu haben. Auf diesem Weg soll er Schüler dazu gebracht haben, ihm intime Fotos und Videos zu schicken.
Laut den Ermittlungen wurden zahlreiche Datenträger sichergestellt. Darauf sollen sich tausende Bild- und Videodateien mit sexuellen Inhalten befinden, überwiegend von Burschen, wie der ORF berichtet. In mehreren Fällen sollen die Opfer noch nicht 14 Jahre alt gewesen sein.
Der Mann war zuvor in fast allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und nicht rechtskräftig zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) muss das Urteil nun jedoch teilweise neu aufgerollt werden.
Hintergrund ist ein Rechtsfehler im Zusammenhang mit einer ursprünglich verhängten Maßnahme. Die Strafe sowie die Anordnung der Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum wurden aufgehoben. Nun muss das Schöffengericht erneut prüfen, ob eine Einweisung rechtlich zulässig ist und anschließend über die endgültige Strafhöhe entscheiden.
Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Laut Verteidigung sei der Angeklagte zwar schuldig, jedoch werde gegen eine Einweisung plädiert. Ein Urteil wird noch am Dienstag erwartet.