Der Münchner Unternehmer und Bier-Milliardär Jobst Kayser-Eichberg ist tot. "Wir sind alle tief geschockt. Aber es war gut für ihn, dass er nicht lange leiden musste", teilte Mariana Kayser-Eichberg gegenüber der "Bild"-Zeitung mit. Ihr Ehemann Jobst war demnach bereits am vergangenen Sonntag im Alter von 82 Jahren auf der Palliativstation des Krankenhauses Neuwittelsbach in Nymphenburg gestorben.
Erst kürzlich hatte Kayser-Eichberg noch zwei Stents am Herzen gesetzt bekommen. Die Operation habe er gut überstanden berichtete er noch selbst in seinem letzten Interview mit dem Blatt. "Es fing an mit einer Herzschwäche. Dann stellten die Ärzte fest, dass er eine Leberzirrhose hat. Gestorben ist er an einem Multiorganversagen, im Kreise seiner Familie", erklärte seine Frau.
Im Jahr 1994 wurde Kayser-Eichberg Gesellschafter der Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA, bei der er bereits seit 1988 als Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender tätig war. 1996 erwarb er eine Mehrheitsbeteiligung an der Stuttgarter Dinkelacker-Schwabenbräu AG. Wenig später war er unter anderem Geschäftsführer bei Löwenbräu.
2003 übergab Kayser-Eichberg das Unternehmen an die Anheuser-Busch InBev Gruppe, die größte Brauerei-Gruppe der Welt. Die Immobilien dieser Brauerei, die in der Sedlmayr Grund- und Immobilien AG gebündelt sind, gehörten ihm noch bis zu seinem Tod. Jetzt wandert der Milliardenbesitz wohl an seine Familie über. Neben seiner Witwe hinterlässt Kayser-Eichberg drei Töchter und einen Sohn.