Affenpocken – Expertin empfiehlt jetzt diese Impfung

Die Pockenimpfung (die bei vielen immer noch als Narbe sichtbar ist) wurde vor 40 Jahren eingestellt, nachdem die menschlichen Pocken dadurch erfolgreich ausgerottet werden konnten.
Die Pockenimpfung (die bei vielen immer noch als Narbe sichtbar ist) wurde vor 40 Jahren eingestellt, nachdem die menschlichen Pocken dadurch erfolgreich ausgerottet werden konnten.Bernd Weißbrod / dpa / picturedesk.com
Die ungewöhnlichen Fälle von Affenpocken haben jetzt Österreich erreicht. Ein Schutz davor ist die Pockenimpfung, sagt Virologin Redlberger-Fritz.

Innerhalb von nur einer Woche wurden in mindestens acht Ländern Europas sowie in Australien, Kanada und den USA Fälle der Affenpockengemeldet. In Österreich wird der erste Infiziertein einem Krankenhaus in Wien behandelt. Eine Krankheit, die allerdings "nicht so leicht" von Mensch zu Mensch übertragbar sei, bestätigte Monika Redlberger-Fritz, Virologin der MedUni Wien, gegenüber "Heute". "Eine Übertragung findet in der Regel nur durch einen intimen, engen und langanhaltenden Haut-zu-Haut-Kontakt statt", so die Expertin.

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Doch über die Häufung der Pockenfälle zeigte selbst sie sich überrascht: "Ungewöhnlich ist es allemal. Eigentlich wird die Krankheit von kleinen Nagetierarten übertragen. Es handelt sich um eine ungewöhnliche Häufung, die wir so noch nicht beobachtet haben."

Pockenimpfung schützt

Einen Schutz vor einer möglichen Ansteckung biete in erster Linie natürlich die Vermeidung von engem Hautkontakt und viel Hygiene. "Wirksam sind hier vor allem die gängigen Covid-Maßnahmen, wie Hände waschen und desinfizieren sowie Abstand halten." Die Maske bringe hier allerdings nur bedingt etwas, da eine Infektion mit Affenpocken durch Aerosolemaximal in den ersten zwei Tagen stattfinden könne.

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Wer allerdings besonders vor den Orthopoxviren sicher sei, seien ältere Menschen, "die noch gegen die Pocken geimpft worden sind". Durch die Impfung, die vor 40 Jahren ausgesetzt wurde, nachdem die menschlichen Pocken als ausgerottet galten, habe man einen sogenannten Kreuzschutz vor den Affenpocken – der noch immer bei 85 Prozent liege.

APA-Grafik / picturedesk.com

Der Impfstoff stehe tatsächlich auch noch zur Verfügung, "allerdings in begrenztem Ausmaß", so Redlberger-Fritz. "Lediglich für behördlich angeordnete Abriegelungsimpfungen, wenn man Kontakt zu einem Infizierten hatte." Eine generelle Impfung für die Bevölkerung wieder einzuführen, halte sie jedoch nicht für notwendig.

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Kinderimpfungen bringen nichts

Sonst gebe es keine Impfung, die vor den Affenpocken schützen könnte. "Masernoder Windpockenwerden durch ganz andere Viren ausgelöst." Letztere seien gar die Herpesviren.

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