Alarm in Deutschland

Linksextreme rufen zu Krawallen wie in Frankreich auf

Umsturz-Parolen, Gewalt-Videos und brisante Aufrufe im Netz: Für den 31. Oktober werden in Deutschland Proteste angekündigt. Die Polizei rüstet sich.
20.10.2026, 14:41
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Alarm in Deutschland! Nachdem die Bilder von Gewaltexzessen, Brandstiftungen und Plünderungen bei Protesten aus Frankreich um die Welt gingen, kündigen einige Gruppen nun ähnliches im Nachbarland an. Aufgerufen wird dazu in den sozialen Medien. Es kursieren Aufrufe zum Umsturz, Gewalt-Bilder und Flugblätter, die an den Schulen verbreitet werden sollen, berichtet "Bild".

Parolen wie "Der Funke ist übergesprungen", "Zeit für Widerstand" oder "Streiken wie die Jugend in Frankreich" sind dort zu lesen. Laut dem Bericht sollen dafür Linksradikale verantwortlich sein. Die Bewegung operiere dabei unter dem Namen "Gen Z regelt das" und kündigte ihre Taten für den 31. Oktober an. Zielorte sollen die deutschen Metropolen Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Bremen, München, Leipzig und Düsseldorf sein.

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Lage ist ernst

Themen der Proteste seien marode Schulen, gestiegene Preise, Wehrpflicht und Palästina. Dabei soll es auch schon zu indirekten Aufrufen nach Bränden, Gewalt und Straßenschlachten gekommen sein. Unterstützung würden die Demonstranten von Dutzenden Organisationen, Gruppen und NGOs erhalten. Darunter – laut "Bild"-Bericht auch die Linksjugend Solid.

Die Lage werde von den Ermittlern jedenfalls als sehr ernst eingeschätzt. Demnach sollen sich Landes- und Bundespolizisten aus ganz Deutschland auf die Großstädte konzentrieren. Die Proteste sind für 14 bzw. 16 Uhr angekündigt und sollen bis in die Nacht andauern.

"Tagelange Ausschreitungen"

Laut dem hessischen Innenminister Roman Poseck (CDU) hätten die Sicherheitsbehörden "den 31. Oktober bereits fest im Blick". Er kündigte ein starkes und konsequentes Handeln der Polizei an. Man werde keine Gewalt gegen Personen oder Sachen dulden und nicht zulassen, dass "linke Chaoten unser Stadtbild bestimmen".

Auch der Chef der deutschen Bundespolizeigewerkschaft Manuel Ostermann zeigte sich alarmiert und befürchtet "tagelange Ausschreitungen", auf die man sich einstellen müsse. Er rechne mit "Gewalt" und "hässlichen Bildern". Gleichzeitig betonte Ostermann, dass die Polizei in Deutschland besser aufgestellt sei als jene in Frankreich. Die Schuld sieht er bei der Politik. Ihm zufolge werde Linksextremismus eher "hofiert" als "kritisch beäugt".

"Allianz zwischen Linken und Islamisten"

Gegenüber der deutschen Tageszeitung meldete sich auch Extremismus-Expertin Susanne Schröter von der Goethe-Uni in Frankfurt am Main zu Wort. Sie sprach von einer internationalen Bewegung, die sich an Gewalt und Einschüchterung berauschen würde. Diese könne auch in Deutschland "beunruhigende Formen annehmen".

Besonders brisant: In sozialen Netzwerken rufen auch migrantische Gruppen zu Demos in Deutschland auf. Dabei schwärmen sie von den Protesten in Frankreich und sprechen mit ihren Videos gezielt Menschen mit Migrationshintergrund an. Sie sollen "für ihre Rechte" einstehen und auf die Straße gehen, heißt es. Schröter ortet hier eine "Allianz zwischen Linken und Islamisten". Diese würde von Antisemitismus, der Ablehnung des Westens und einer Ästhetisierung von Gewalt zusammengehalten werden, so die Expertin.

red, 20.10.2026, 14:41