Von Kruzifix erschlagen

"Herr, erhöre uns"! Letzte Worte des getöteten Pfarrers

Kurz vor seinem Tod sprach er über die Vergänglichkeit des Lebens. Dann stürzte ein Kreuz auf den Pfarrer. Nun sind seine letzten Worte bekannt.
20.10.2026, 13:40
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Es sind Worte, die nach einem tragischen Unglück besonders nachdenklich machen: Kurz bevor ein schweres Holzkreuz auf den katholischen Pfarrer Patricio Sánchez Molinari stürzte und ihn tötete, hatte der Geistliche über die Vergänglichkeit des Lebens gesprochen.

Nun werden weitere Details seiner letzten Predigt bekannt. Auch die letzten Worte unmittelbar vor dem tödlichen Unfall wurden öffentlich.

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Die Tragödie ereignete sich, wie berichtet, am Samstag (17. Oktober) in der Kirche "Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe" im ecuadorianischen Guayaquil. Der Gottesdienst wurde live im Internet übertragen.

Er sprach über Vergänglichkeit des Seins

Wie die "New York Post" berichtet, hatte der Geistliche während seiner Predigt die Gemeinde dazu aufgerufen, bewusster mit der eigenen Lebenszeit umzugehen.

Dabei sprach er auch darüber, dass jeder Mensch eines Tages sterben werde. Die Zeit, die man mit Gott, der Familie und nahestehenden Menschen verbringe, sei wertvoller als jene, die man mit belanglosen Ablenkungen verschwende.

Der Pfarrer warnte insbesondere davor, zu viel Lebenszeit mit dem Handy zu verbringen. Erst wenige Minuten später sollte der Geistliche selbst auf tragische Weise ums Leben kommen.

Das waren seine letzten Worte

Die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtet nun über die letzten dokumentierten Worte des Priesters unmittelbar vor dem Unglück. Nach gut 27 Minuten des Gottesdienstes hatte Sánchez Molinari gerade auf die Fürbitte eines Gläubigen geantwortet. "Herr, erhöre unser Gebet", sagte der Pfarrer.

Kurz darauf löste sich das große Kruzifix, das an der Wand hinter dem Altar befestigt war. Die schwere Konstruktion stürzte nach vorne und traf den Geistlichen am Kopf. Der Vorfall wurde von der Kamera festgehalten, die den Gottesdienst für die Zuschauer im Internet übertrug.

Gläubige schreien nach Krankenwagen

In der Aufzeichnung sind nach dem Aufprall die verzweifelten Rufe der anwesenden Gläubigen zu hören. "Vater, Vater! Ruft einen Krankenwagen!", schrien Menschen in der Kirche. Die Messe wurde sofort abgebrochen. Helfer eilten zu dem verletzten Geistlichen.

Für Patricio Sánchez Molinari kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Erzdiözese Guayaquil bestätigte noch am Samstag seinen Tod. Warum sich das große Holzkreuz aus seiner Befestigung löste, ist weiterhin ungeklärt.

Kirche warnt vor religiösen Deutungen

Am Sonntagmorgen versammelten sich zahlreiche Gläubige in der Kirche, um Abschied von ihrem verstorbenen Pfarrer zu nehmen. Viele erschienen in schwarzer Kleidung und brachten Blumen mit.

Bei einer Gedenkmesse bat der amtierende Priester die Gemeinde ausdrücklich darum, das tragische Unglück nicht als göttliches Zeichen zu verstehen.

Er erinnerte an Sánchez Molinari als einen "einfachen, bescheidenen und nahbaren Mann". Den versammelten Gläubigen versicherte er: "Sie sind nicht allein."

Große Trauer um den Geistlichen

Patricio Sánchez Molinari gehörte dem katholischen Orden der Redemptoristen an. Bevor er die Pfarre in Guayaquil übernahm, war er mehrere Jahre in der Stadt Vinces als Seelsorger tätig.

Auch dort wurde sein Tod mit großer Bestürzung aufgenommen. Die Gemeinde würdigte sein langjähriges Engagement.

Der Leichnam wurde nach dem Unglück in die Gerichtsmedizin gebracht. Am Sonntagabend sollte ein neuntägiges Gebet für den verstorbenen Priester beginnen.

Besonders in Erinnerung bleiben nun seine letzten Gedanken über das Leben und die Zeit, die Menschen miteinander verbringen – und jene Worte, die er unmittelbar vor dem Unglück sprach.

red, 20.10.2026, 13:40
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