Historisches Treffen möglich

Trump sagt Ja zu Dreier-Gipfel mit Putin und Xi

Donald Trump ist bereit für einen Dreiergipfel mit Putin und Xi Jinping. Das Treffen der drei Atommächte wäre eine historische Premiere.
20.10.2026, 13:04
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US-Präsident Donald Trump hat sich zu einem möglichen Dreiertreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping bereit erklärt. Bei dem Gipfel der drei Weltmächte soll vor allem über Atomwaffen und nukleare Abrüstung gesprochen werden. Doch auch der Ukraine-Krieg könnte auf den Tisch kommen.

"Wir würden das machen, um über Atomwaffen und nukleare Abrüstung zu sprechen", erklärte Trump am Montag (Ortszeit) vor Journalisten. Ein solches Treffen sei "eine sehr gute Sache für die Welt". Er sei jederzeit dazu bereit.

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Historische Premiere für die drei Weltmächte

Sollte das Treffen tatsächlich zustande kommen, wäre es eine historische Premiere: Nach bisher bekannten Aufzeichnungen haben sich die Staatschefs der USA, Russlands beziehungsweise der früheren Sowjetunion und Chinas noch nie zu einem gemeinsamen Dreiergipfel getroffen.

Zwar gab es in der Vergangenheit zahlreiche Gipfeltreffen zwischen den USA und Russland sowie zwischen Washington und Peking. Ein gemeinsames Treffen der drei Staatschefs in diesem Format wäre allerdings diplomatisches Neuland.

Noch nie haben die Staatschefs der drei Atommächte in dieser Konstellation an einem gemeinsamen Gipfeltisch Platz genommen.

Putin soll Dreiergipfel vorgeschlagen haben

Die Idee für das Treffen soll von Kremlchef Wladimir Putin stammen. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" brachte Putin den Vorschlag bei einem Telefonat mit Trump am 9. Oktober ins Spiel.

Als möglicher Schauplatz gilt der Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen.

Trump zeigte sich offen für diesen Vorschlag. "Wenn Präsident Xi das möchte, würde ich es machen", sagte der US-Präsident. Neben der nuklearen Abrüstung könnten auch Handelsfragen besprochen werden. Eine offizielle Vereinbarung über das Dreiertreffen gibt es allerdings noch nicht.

Auch Ukraine-Krieg soll Thema werden

Bei einem möglichen Gipfel könnte auch über ein Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen werden. Trump machte deutlich, dass er dafür auch ohne die Anwesenheit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verhandeln würde.

"Ich würde alles tun, was ich kann, um den Krieg zu beenden, egal ob jemand dabei ist oder nicht", erklärte Trump.

Gleichzeitig verschärfte der US-Präsident seine Kritik an Selenskyj. "Selenskyj weiß nicht, wovon er spricht", sagte Trump. Der ukrainische Präsident hätte den Krieg seiner Ansicht nach schon längst beenden können. Trump forderte sogar, dass jemand anderer die Verhandlungen für die Ukraine übernehmen solle.

Kreml bereitet weitere Gespräche vor

Unterdessen könnte es bereits in den kommenden Tagen zu einem weiteren Treffen zwischen Russland und den USA kommen. Der Kreml hofft auf baldige Gespräche zwischen Putin und Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am Dienstag, dass ein Treffen in Russland in naher Zukunft organisiert werden könnte. Dabei soll es um den Friedensprozess in der Ukraine gehen.

Witkoff wird am Dienstag zunächst in Oslo zu Gesprächen mit Selenskyj und Vertretern aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Polen erwartet. Auch Vertreter der EU und der NATO sollen teilnehmen.

Danach könnte Witkoff Putin über die Positionen der Ukraine und der europäischen Staaten informieren. Laut US-Medien ist ein Treffen bereits am Mittwoch in St. Petersburg denkbar.

NW, 20.10.2026, 13:04