Nächste Pleite in Oberösterreich: Über das Vermögen der Printberry Distribution GmbH mit Sitz in Linz wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Der Antrag erfolgte durch das Unternehmen selbst, so der KSV1870 am Freitag.
Der Großhändler für Datenverarbeitungsgeräte, Drucker- und Tonerzubehör sowie Büromaterial weist laut Insolvenzantrag Passiva von rund 4,3 Millionen Euro auf. Rund 50 Gläubiger sind betroffen. Dienstnehmer gibt es keine. Die Aktiva werden derzeit noch bewertet.
Brisant ist die Vorgeschichte: Bereits 2023 war ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, das Anfang 2024 endete. Der angenommene Sanierungsplan über 20 Prozent konnte nur zur Hälfte erfüllt werden. Mit der neuerlichen Konkurseröffnung leben Teile der damaligen Forderungen wieder auf.
Als Hauptursache nennt das Unternehmen einen Diebstahl durch einen ehemaligen Dienstnehmer. "Trotz dessen Verurteilung konnte der entstandene Schaden von rund 160.000,- Euro nicht mehr gutgemacht werden und die Finanzierung der letzten Sanierungsplan-Rate war nicht mehr möglich", so das Unternehmen laut KSV. Eine weitere Sanierung ist laut Antrag nicht beabsichtigt.
Gläubiger können ihre Forderungen bis 24. April 2026 anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 8. Mai 2026 am Landesgericht Linz statt.