Seit Dienstag fehlt von der 13-jährigen Lisa Tạ aus Berlin jede Spur. Die Ermittler schließen ein Verbrechen nicht aus. Am Samstag läuft erneut eine großangelegte Suchaktion mit rund 140 Polizisten.
Im Berliner Stadtteil Marzahn durchkämmen Einsatzkräfte das Gebiet rund um das Zuhause der Schülerin. Auch Suchhunde und ein Polizeihubschrauber helfen mit. Bereits am Freitag war eine Suche mit mehr als 100 Beamten erfolglos geblieben.
Inzwischen beschäftigt der Fall die 5. Mordkommission. "Die Ermittlungen geben Anlass dafür, dass von einer Straftat ausgegangen wird", erklärte Staatsanwaltschaftssprecher Michael Petzold gegenüber "Bild". Die Polizei vermutet, dass Lisa nicht freiwillig von ihrem Schulweg abgewichen ist.
Zuletzt wurde die 13-Jährige am Dienstag (3. November) um 7.17 Uhr von einer Überwachungskamera gefilmt, als sie die Familienwohnung mit ihrem Schulrucksack verließ. Sie wollte zu einer etwa 400 Meter entfernten Bushaltestelle gehen, erreichte ihre Schule aber nie.
Nur drei Minuten nach ihrem Aufbruch verstummte der Kontakt zu einer Freundin. "Sie hat gar nicht mehr geantwortet", erzählt ihre Schwester Linda (17). Die Familie kann sich ein freiwilliges Verschwinden nicht vorstellen. "Sie würde nicht wegrennen, sie ist nicht so", sagt Linda.
Lisa ist zwischen 1,60 und 1,65 Meter groß, schlank und hat lange dunkle Haare. Beim Verschwinden trug sie eine schwarze Steppjacke, blaue Schlagjeans, weiß-beige Schuhe und einen schwarzen Rucksack.
Die Polizei bittet Personen, die Lisa seit Dienstagfrüh gesehen haben oder ihren Aufenthaltsort kennen, um Hinweise unter (030) 4664-911555 oder per E-Mail an [email protected].