3:0! Marokko schafft am Dienstag die große Sensation. Die Nordafrikaner schalten die enttäuschenden Spanier in einem weitgehend ereignislosen Achtelfinal-Duell aus. Die Entscheidung fällt erst im Elfmeterschießen.
Brisant: Spanien-Legionär Yassine Bounou wird als Keeper für Marokko zum großen Helden. Er hält zwei der drei Elfmeter der Iberer, der dritte geht an die Stange.
Pablo Sarabia wird von Spanien-Teamchef Luis Enrique in der letzten Minute der Verlängerung extra für das Shootout eingewechselt, traf davor alle 15 Versuche seiner Profikarriere. Er setzt gleich den ersten Penalty an die Stange, leitet damit das spanische Aus ein und wird zum tragischen Helden. Nach ihm scheitern Carlos Soler und Routinier Sergio Busquets an Goalie Bounou.
Bei Marokko treffen drei der vier Schützen. PSG-Verteidiger Achraf Hakimi verwertet den Matchball frech mit einem Lupfer in die Mitte, tanzt dann im Stile eines Pinguins.
Spanien verzeichnet 975 angekommene Pässe, 77 Prozent Ballbesitz, strahlt aber praktisch keine Torgefahr aus. Für das Team von Enrique ist das Turnier gelaufen.
Marokko trifft im Viertelfinale auf den Sieger des Abendspiels zwischen Portugal und der Schweiz (20 Uhr, "Heute"-Liveticker).