Die slowakische Slalom-Dominatorin lag bereits nach dem ersten Durchgang in Führung, brachte mit der Laufzeit von 1:42,10 im unrhythmisch gesetzten zweiten Durchgang 51 Hundertstel Vorsprung auf Liensberger ins Ziel. Für die Slalom-Dominatorin war es der 23. Weltcup-Erfolg, der dritte Slalom-Sieg in der laufenden Saison.
Liensberger erlöste derweil die ÖSV-Läuferinnen, holte im neunten Technik-Rennen der Saison das erste rot-weiß-rote Stockerl. Und das im zweiten Rennen nach überstandener Corona-Infektion. Die Schweizerin Michelle Gisin wurde mit 68 Hundertstel Rückstand Dritte.
Die Doppel-Weltmeisterin zeigte sich nach dem Rennen im "ORF" richtig erleichtert. "Ich bin happy, nach all der Zeit, wo ich nicht gewusst habe, ob es sich überhaupt ausgeht, dass ich hier starten kann. Ich bin wirklich erleichtert", strahlte die Vorarlbergerin, die vor Weihnachten noch positiv auf das Coronavirus getestet worden war. "Es war nicht einfach, hat volle Attacke gebraucht", bilanzierte Liensberger.
Das starke ÖSV-Ergebnis komplettierten Katharina Truppe, die im zweiten Durchgang mit Laufbestzeit noch neun Plätze gutmachte, auf Rang vier landete (+0,78) und das Stockerl um eine Zehntelsekunde verpasste, sowie Katharina Gallhuber mit Platz sechs (+1,40), Katharina Huber als 15. (+2,05) und Marie-Therese Sporer als 17. (+2,24). Punkte gab es auch noch für Chiara Mair als 23. (+2,40).
"Der vierte Platz tut dem Herz sehr gut. Den Vierten nehme ich sehr gerne, es zeigt, dass ich schnell Ski fahren kann", strahlte Truppe. "Jetzt bin ich mit Lienz wieder befreundet. So gut war ich hier noch nie. So kann das Jahr enden", lachte die Kärntnerin.