Dominik Paris war im Super-G das Maß aller Dinge, nachdem er bereits am Freitag die erste der beiden Abfahrt in Kvitfjell gewinnen konnte. Mit 1:08,98 Minuten setzte sich der Italiener 38 Hundertstel vor dem Kanadier James Crawford durch. Der Slowene Miha Hrobat bestätigte seine starke Form der Abfahrtsbewerbe, wurde mit 47 Hundertstel Rückstand Dritter.
Der Gesamtweltcup-Führende Marco Odermatt (+0,48) wurde Vierter. Auch Vincent Kriechmayr verpasste als Fünfter das Podest denkbar knapp. Sein Rückstand auf Hrobat betrug lediglich zwei hundertstel Sekunden.
Bei den Kvitfjell-Abfahrten fuhren die ÖSV-Speed-Stars hinterher, im Super-G gab es nur bedingt Besserung. Neben Kriechmayr schaffte noch Stefan Eichbergerden Sprung in die Top-Ten. Der Steirer fuhr auf den 9. Platz. Lukas Feurstein wurde Vierzehnter (+0,73), Raphael Haaser Sechzehnter (+0,90). Stefan Babinsky (+1,25) verpasste die Top-20, genauso wie Andreas Ploier (+1,29) und Manuel Traninger (+1,40).
Kriechmayr resümierte seinen 5. Platz selbstkritisch: "Es war besser als gestern. Aber ich bin einige Male Schwünge ohne Selbstvertrauen gefahren und deshalb zurecht nicht am Podium."
Marco Odermatt hatte bereits vor dem Super-G in Kvitfjell die kleine Kristallkugel in der Wertung sicher. Einziger Konkurrent, Mattia Casse, sagte nach seinem Sturz im Abfahrts-Training seine Teilnahme in der zweiten Speed-Disziplin ab.
Der Schweizer WM-Dominator verpasste zwar das dritte Stockerl im dritten Bewerb in Norwegen, zog allerdings ein positives Fazit des Rennwochenendes. "Die zwei zweiten Plätze in den Abfahrten waren für mich große Erfolgserlebnisse". Beim Super-G sei er zu oft von der Optimal-Linie abgekommen.
Eine Premiere gab es außerdem. Zum ersten Mal in dieser Saison schaffte kein Schweizer im Super-G den Sprung aufs Podest.
Paris zeigte sich nach seinem zweiten Sieg im hohen Norden zufrieden: "Ich habe mir fest vorgenommen, Vollgas zu geben und das ist mir gut gelungen." Nachdem der Italiener seit Dezember 2023 auf einen ersten Platz im Weltcup wartete, gelang ihm dies in Kvitfjell gleich doppelt.