Im Baustellenbereich kurz vor Neunkirchen geriet ein Lkw-Sattelzug, welcher gerade Asphalt ablud, mit der aufgekippten Mulde in eine 110-Kv-Hochspannungsleitung. Der Lenker stieg selbst aus dem Lkw – und das unverletzt. Ein Umstand, den er nur der Gegebenheit zu verdanken hatte, dass die Leitung kurze Zeit abschaltete. Genau dieses kurze Zeitfenster dürfte dem Lenker unbewusst das Leben gerettet haben.
Unmittelbar nachdem der Lkw in die Hochspannung geraten war, wurde der hintere Reifen des Lkw davongeschleudert sowie weitere Reifen am Lkw verschmort. Noch vor Eintreffen der FF Gloggnitz Stadt wurde die Hochspannungsleitung von der EVN abgeschaltet.
Für die Befreiund des Lkw musste die Leitung zuvor von der EVN geerdet werden. Hierfür begab sich ein Monteur auf den Hochspannungsmast und führte die Erdungsarbeiten an diesem durch. Folglich konnte der Lkw von dem Leitungskabel befreit werden. Da sich dieses an der Mulde verfing, musste mittels Drehleiter nachgeholfen werden. Für die Arbeiten der Befreiung musste die S6 in beide Richtungen ca. 20 Minuten gesperrt werden.
Nach rund 2,5 Stunden konnte der Einsatz beendet werden. "Der Lenker kann an diesem Tag seinen zweiten Geburtstag feiern"! Normalerweise verlaufe so ein Einsatz mit Hochspannung nicht so glimpflich, ist sich Einsatzleiter Brandrat Thomas Rauch sicher.