Skistar nach Horror-OP

"Loch im Kopf war so groß wie drei Kreditkarten"

Der Franzose Cyprien Sarrazin stürzte in Bormio lebensgefährlich. jetzt spricht Cyprien Sarrazin über die dramatische Operation und seine Schmerzen.
Sport Heute
22.10.2025, 09:05
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Die Betrachtung der schrecklichen Bilder generiert auch Monate später immer noch Gänsehaut. Im vergangenen Dezember kam Cyprien Sarrazin in Bormio beim Abfahrtstraining schwer zu Fall. Der mittlerweile 31-jährige Franzose zog sich dabei eine Gehirnblutung und weitere Verletzungen am Bein und Fuß zu.

Sarrazin musste auf die Intensivstation verlegt werden und wurde kurzzeitig ins künstliche Koma versetzt. Inzwischen geht es Sarrazin wieder besser. In Anbetracht der damaligen Einschätzung der Mediziner wirkten die Bilder von Sarrazin im April wie ein Wunder: Der Speed-Spezialist zeigte sich in Albertville auf einer Tartanbahn – eifrig am Schwitzen.

Cyprien Sarrazin über seine Verletzungen

Nun gab der Franzose der "Welt" ein großes Interview. "Ich bin da. Ich komme voran. Ich kann Ihnen sogar sagen, dass alles in Ordnung ist. Was mich zwar stört, sind diese Knieschmerzen, die mich verrückt machen", sagte er. Aber das sei nichts im Vergleich zu dem, was ihm vor neun Monaten passiert sei.

"Ich habe keinerlei neurologische Folgeschäden mehr. Ich habe alle meine körperlichen, geistigen und kognitiven Fähigkeiten wiedererlangt. Ich mache Tag für Tag Fortschritte, selbst wenn ich wieder intensiver Sport treibe, wie zum Beispiel Mountainbiken", so Sarrazin, der Schockierendes verriet. So sei sein Helm bei dem Sturz explodiert, sein Airbag "in tausend Stücke zerplatzt".

Seine Verletzungen, die dramatisch waren, sprach er auch nochmals an. "Ich hatte ein subdurales Hämatom, weil das Gehirn geblutet hat. Um die Blutung im Gehirn zu beseitigen, haben die Ärzte meinen Schädel mit einem Laser aufgeschnitten", so der Skistar. "Um Ihnen eine Vorstellung von der Größe zu geben: Das Loch war so groß wie drei Kreditkarten. Nach einer sechsstündigen Operation haben sie alles wieder zugenäht. Ich hatte eine riesige Narbe, die von der Stirn bis zum Ohr reichte, wodurch ich wie ein Wikinger aussah."

"Meine Knie hindern mich daran"

Mittlerweile denkt Sarrazin positiv und blickt gen Zukunft. "Da ich diese Saison aussetzen werde, gibt es keinen Stress. Ich möchte vor allem mental fit sein, eine gute Zeit haben und auch körperlich wieder in Form kommen. Allerdings möchte ich unter guten Bedingungen wieder auf die Skier steigen, Kurven fahren und Spaß haben können", erklärte er.

Das Problem sind seine Knie. "Meine Knie hindern mich daran, den Sport auszuüben, den ich so gerne mache. Es sind starke Schmerzen im Knorpel, die schon vor meinem Sturz da waren und nun wieder aufgetreten sind", so der Franzose. "Das beschäftigt mich sehr, manchmal macht es mich sogar verrückt. Ich bin kurz davor, in eine Art Depression zu verfallen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.10.2025, 13:05, 22.10.2025, 09:05
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