Die fünf Löwen standen zuletzt im Mittelpunkt heftiger Diskussionen. Wie sn.at berichtet, musste der Tierpark laut Janette Vallance, der früheren Betreiberin, zusperren, weil das Geld ausgegangen ist. Für die zwischen 18 und 21 Jahre alten Raubkatzen habe es "keine realistische Option" für eine Umsiedlung gegeben, schrieb sie schon im November auf Facebook.
Damals wurden zwei Tiere wegen "unheilbarer Leiden" eingeschläfert. Vallance sprach von einer "herzzerreißenden Situation". Die Entscheidung sorgte für viel Ärger und wütende Kommentare in den sozialen Medien.
Eine große Gruppe Tierfreunde und auch Geldgeber starteten allerdings das sogenannte "Lionhearts Project", kaufte das umstrittene Gelände und wandelte es in ein privates Altersrefugium für bedürftige "Showtiere" um. Nun können die majestätischen Raubkatzen in Würde ihren Lebensabend verbringen, abseits von Menschenmassen und Fernsehkameras.
„Unsere Mission ist einfach: Wir wollen diese Diskussionen beenden. Wir möchten, dass Shikira, Abdullah, Cleo, Themba und Timba jeden Morgen aufwachen und wissen, dass sie geliebt und beschützt werden und genau dort sind, wo sie hingehören. Dies ist nun endlich ihr Zuhause“Tim GroenendaalTreuhänder
Das Kamo Wildlife Sanctuary, etwa 150 Kilometer nördlich von Auckland, war durch die TV-Serie "The Lion Man" bekannt geworden. Der Tierpark wurde vom neuseeländischen Tiertrainer Craig Busch gegründet, dem später Tierquälerei vorgeworfen wurde. Über die Jahre gab es immer wieder Schlagzeilen – wegen Geldproblemen, fehlender Sicherheit und im Jahr 2009 auch wegen des Todes eines Pflegers, der von einem weißen Tiger angegriffen wurde.
"Die Rettung ist geschafft, aber der Ruhestand beginnt jetzt erst", schrieb die Gruppe, die von der Tierschutzorganisation HUHA zusammengebracht wurde, auf Facebook. Die Versorgung und das Futter für fünf ältere Löwen kostet einiges. Man hofft deshalb auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung.