Jährlich sorgt diese Speise für einen Skandal: Wirte setzen ausgerechnet am 20. April Eiernockerl auf ihr Mittagsmenü. Die Brisanz dabei: Es handelt sich um Hitlers Geburtstag und um seine Lieblingsspeise.
Immer wieder stehen Wirte deswegen vor Gericht. Die Anklage: "Nationalsozialistische Wiederbetätigung" laut dem Verbotsgesetz. Erst vergangene Woche ist ein Mann deswegen verurteilt worden, er bekam ein Jahr bedingt.
Nun hat "Heute" einen neuerlichen Fall gefunden: Das GEA Hotel zur Sonne in Schrems (Bezirk Gmünd, NÖ) setzte für "Montag, 20.04.2026 Eiernockerl mit Zwiebeln" auf die Wirtshaus-Karte. Eine Portion kostet laut Online-Posting 9,50 Euro.
Das Haus gehört zum Imperium des international tätigen Unternehmers Heinrich Staudinger. Der 73-Jährige ist bekannt für seine GEA Schuhwerkstatt, seine "Waldviertler" sind seit Jahrzehnten beliebte Schuhe.
"Heute" hat im Hotel angerufen und mit einem der beiden Chefs gesprochen: "Wir haben den Menüplan für mehrere Wochen vorbereitet und haben dabei nicht auf das Datum geschaut", sagt die Frau am Telefon.
Und weiter: "Wir wissen, es ist Hitlers Geburtstag." Laut ihrer Erklärung habe man den Fehler bereits am Samstag erkannt, aber seitdem habe sich noch niemand gefunden, der die Karte korrigieren könne. Montagvormittag stand also das Eiernockerl-Angebot noch online.
Ein Niederösterreicher, der regelmäßig die Wirtshauskarte des Lokals studiert, meinte dazu: "Das ist seltsam, ich habe dort noch nie Eiernockerl auf der Karte gesehen."
Eine halbe Stunde nach dem Anruf von "Heute" war die Karte plötzlich umgeschrieben: "Gemüse Strudel mit dip (sic!)" stehen jetzt als vegetarische Speise am Menü.
Unternehmensleiter Heinrich Staudinger war übrigens 2022 Präsidentschaftskandidat. Damals sorgte er in einem TV-Interview für Aufregung. Er meinte, die MeToo-Bewegung, sei "von der CIA entwickelt worden."