Unsere Milchstraße ist etwa 13 Milliarden Jahre alt und bildete sich rund 800 Millionen Jahre nach dem Urknall. Ihre heutige Größe und Form erreichte sie auch, weil sie mehrfach kleinere Galaxien "verschluckte".
Jetzt haben Astronomen eine Gruppe von 20 rätselhaften Sternen untersucht, die einander chemisch ähneln, sich von anderen Sternen in ihrer Umgebung aber deutlich unterscheiden.
Wie spiegel.de berichtet, befinden sich diese Sterne nicht im äußeren sogenannten Halo, sondern in der Hauptscheibe der Milchstraße. Forscher nehmen daher an, dass sie vor langer Zeit aufgenommen wurden.
Mithilfe von Computersimulationen analysierte die Forschungsgruppe genauer, ob die Sterne einen gemeinsamen Ursprung haben. Das Ergebnis ist spannend: Elf der untersuchten Sterne bewegen sich mit der Rotation der Milchstraße, neun dagegen nicht.
Die Wissenschaftler sind überzeugt: Die metallarmen Sterne sind vermutlich Überreste eines uralten Systems. Sie tauften es "Loki" - nach dem Gott aus der nordischen Mythologie.
Die Milchstraße hat im Laufe ihrer Geschichte mehrere kleinere Galaxien in sich aufgenommen. So verschmolz sie etwa mit der Galaxie Gaia-Enceladus. Wie oft es zu solchen Fusionen kam, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.
Die Entdeckung von Loki liefert nun ein weiteres Puzzleteil in der Geschichte unserer Heimatgalaxie.