Die Ermittler haben laut Angaben der französischen Staatsanwaltschaft über 1,4 Millionen Euro sichergestellt. Wie 20 Minuten berichtet, stehen unter den Festgenommenen auch zwei Angestellte des Louvre, mehrere Fremdenführer und eine Person, die das Netzwerk organisiert haben soll.
Die Masche der Gruppe war laut Behörden über Jahre hinweg aktiv. Der Louvre selbst schätzt den Schaden auf mehr als zehn Millionen Euro. Die Verdächtigen sollen mit dem erbeuteten Geld unter anderem Immobilien in Frankreich und Dubai gekauft haben.
Ende 2024 schlug das Museum selbst Alarm. Es hatte den Verdacht, dass ein Netzwerk hinter groß angelegtem Ticket-Betrug steckt. Laut Staatsanwaltschaft organisierten die Täter Gruppenführungen, bei denen viel mehr Teilnehmer dabei waren als eigentlich erlaubt. Für die zusätzlichen Gäste kassierten sie weit überhöhte Preise – alles am offiziellen Verkauf vorbei und für die eigene Tasche.
Außerdem sollen die Betrüger Tickets mehrfach verwendet und sogar gefälschte Karten verkauft haben. Mitarbeiter des Museums sollen dafür bezahlt worden sein, die Gruppen nicht zu kontrollieren.
Die Polizei schlug am Dienstag zu. Am Freitag sollen die Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden. Auch im Schloss von Versailles laufen Ermittlungen wegen möglichem Ticket-Betrug.
Um dem Betrugsring auf die Spur zu kommen, setzten die Ermittler auf Überwachung und Abhörmaßnahmen, so die Staatsanwaltschaft. Bei den Hausdurchsuchungen wurden mehr als 957.000 Euro in bar beschlagnahmt, darunter auch 67.000 Euro in ausländischer Währung. Zusätzlich wurden 486.000 Euro auf diversen Bankkonten eingefroren.