Löw kritisiert seine Stars für Treffen mit Erdogan

Ilkay Gündogan und Mesut Özil stehen im deutschen WM-Kader. Ein Auftritt an der Seite von Recep Tayyip Erdogan sorgt für einen Aufschrei.

Wenn sich deutsche Teamspieler mit dem autoritär regierenden, türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan, ist eine hitzige Debatte vorprogrammiert. Ilkay Gündogan von Manchester City und Mesut Özil vom FC Arsenal war das laut eigenen Angaben nicht klar.

Die beiden türkischstämmigen DFB-Kicker nahmen die Einladung Erdogans an, ließen sich mit ihm ablichten und machten so Werbung für den umstrittenen Politiker.

Deutsche Medien stürzten sich auf die beiden. Kritik aus Zeitungen, Online-Portalen und von zahlreichen Fans in sozialen Medien prasselt seitdem auf Gündogan und Özil herein.

Auch der Verband, der am Dienstag den vorläufigen WM-Kader –inklusive beider Problemkinder – bekanntgab, reagiert säuerlich. DFB-Boss Reinhard Grindel beanstandet, dass die Werte des Fußballs und des DFB von Erdogan "nicht hinreichend beachtet werden".

Dieser Meinung schließt sich auch Bundestrainer Joachim Löw an. "Wir haben ihnen zu verstehen gegeben, dass das keine glückliche Aktion war", sagte er im Rahmen der Kaderbekanntgabe. "Ich weiß, dass in Menschen mit Migrationshintergrund oft zwei Herzen schlagen. Sie haben es sehr bedauert, dass es zu solchen Irritationen geführt hat", gibt sich Löw diplomatisch. "Das ist eine Lehre für sie und wir werden auch noch einmal im Trainingslager nächste Woche mit ihnen reden."

(Heute Sport)

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