Neues Leben am Otto-Wagner-Areal am Steinhof in Penzing. Die Musik-Uni der Stadt Wien zieht in die historischen Pavillons ein. Am Wochenende feiert das Theaterstück Ganymed Areal Premiere – Bürgermeister Michael Ludwig (SP) machte sich am Mittwoch (22. April) ein Bild von einem der spannendsten Kulturprojekte des Jahres, war bei der Probe von Ganymed Areal mit dabei. Dem Bürgermeister wurden exklusive Einblicke in das außergewöhnliche Format geboten.
Das Kunstprojekt, entwickelt von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf, vereint Theater, Musik, Tanz und Literatur in einer besonderen Umgebung. Im Mittelpunkt steht diesmal die Verbindung von Kunst und Psyche. Gezeigt wurden unter anderem die Szenen "Seehunde", die sich mit Depression, Heilung und Gemeinschaft beschäftigt, sowie "Die körperlose Frau", basierend auf einer Fallgeschichte von Oliver Sacks.
Die Probe startete Mittwoch um 10 Uhr im Pavillon 14. Dort wurde die Szene "Seehunde" mit dem Ensemble Federspiel gezeigt – mit Frédéric Alvarado-Dupuy, Christian Amstätter, Roland Eitzinger, Simon Zöchbauer und Philip Haas. Danach ging es ins Jugendstiltheater, wo Tanz-Studierende der Musik- und Kunst-Privatuniversität (MUK) der Stadt Wien – Martina Andreutti, Claudia Antonica, Leonie Frühe, Malina Hönlinger und Julia Moser – die Szene "Die körperlose Frau" präsentierten.
Erstmals wird das international erfolgreiche Ganymed-Format am Otto-Wagner-Areal umgesetzt. Gemeinsam mit Studierenden der MUK wird das historische Gelände künstlerisch neu belebt und als Ort für zeitgenössische Kunst geöffnet. Zahlreiche Autorinnen, Komponistinnen und Performer wurden eingeladen, eigene Werke zu entwickeln.
"Ganymed Areal zeigt, wie wir historische Orte neu beleben und für die Zukunft öffnen können. Kunst wird hier zum Motor für neue Perspektiven und zeigt, wie lebendig und vielfältig Wiens Kulturszene ist", freut sich Bürgermeister Michael Ludwig (SP).
Ganymed steht seit 2010 für innovative Kulturvermittlung im öffentlichen Raum. Produktionen führten bereits nach Budapest, Brüssel oder St. Petersburg und wurden unter anderem mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet. Auch diesmal ist das Interesse groß: Rund 9.000 Plätze in sechs Vorstellungen sind bereits weg. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Otto Wagner Areal, MUK und Wien Museum.