Im Osten Polens ist am Donnerstagmorgen Luftalarm ausgelöst worden. In der Stadt Lublin heulten die Sirenen, nachdem Berichte über mehrere russische Marschflugkörper nahe der polnischen Grenze eingegangen waren. Die Luftwaffe reagierte umgehend und schickte mindestens einen Kampfjet in die Luft, Einsatzkräfte wurden in Alarmbereitschaft versetzt.
"Ich kann bestätigen, dass tatsächlich eine Luftangriffsgefahr bestand. Diese Information stammt direkt vom Sicherheitszentrum der Regierung. Sie ist glaubwürdig und bestätigt", erklärte Marcin Bubicz, Sprecher der Provinz Lublin.
Die Stadt liegt rund 90 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Nach etwa 15 Minuten wurde Entwarnung gegeben.
Zusätzlich meldeten die polnischen Streitkräfte einen weiteren Vorfall. Nach Angaben des operativen Kommandos wurde in der Nacht im polnischen Luftraum ein bislang unbekanntes Objekt erfasst, das sich in westliche Richtung bewegte.
Später wurde laut Mitteilung die mutmaßliche Absturzstelle in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin gefunden.
Um welches Objekt es sich handelt, war zunächst unklar. Weitere Informationen zu möglichen Schäden oder Verletzten wurden vorerst nicht bekannt.