Erst vor Kurzem wurde Andrew Mountbatten-Windsor wegen seiner Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen. Nun berichten britische Medien von einem angeblichen US-Geheimdienstbericht, in dem Andrew in den Fokus russischer Spione geraten sein soll. Laut "20 Minuten", könnte Andrew dabei eine wichtige Rolle gespielt haben – und das offenbar ohne es zu merken.
Die britische Zeitung "Daily Mail" will Einblick in das geheime US-Dokument bekommen haben. Darin steht laut Bericht, dass Andrew vom russischen Geheimdienst gefördert wurde: "Andrew Mountbatten-Windsor (AMW) wurde vom russischen Geheimdienst gefördert, um eine Person zu haben, die der britischen Königsfamilie nahesteht", zitiert das Blatt eine anonyme Quelle.
Weiters steht im Bericht, dass Andrew angeblich "seit langem Hass gegen seinen Bruder Charles, den er als schwach ansieht", hegt. In seinen Augen hätte er selbst den besseren König abgegeben.
"AMW wurde nicht erpresst oder auf andere Weise zu dieser Rolle gezwungen – vielmehr war er aufgrund finanzieller, sexueller und persönlicher Vergütungen ein williger Teilnehmer an diesen Vorhaben", so die Quelle weiter. "Der russische Geheimdienst nutzte die sexuellen Neigungen von AMW, um eine Beziehung zu ihm aufzubauen und diesen psychischen Zustand für weitere Gewinne auszunutzen", heißt es im Bericht.
Bereits im Jahr 2024 gab es Meldungen über Kontakte Andrews zu einem mutmaßlichen chinesischen Spion. Dieser Mann soll ein "ungewöhnliches Maß an Vertrauen" aufgebaut haben und wurde laut BBC sogar als "enger Vertrauter" Andrews bezeichnet. So nahe stand der Mann dem ehemaligen Duke of York, dass er 2020 zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen war und im Namen Andrews mit chinesischen Investoren verhandeln durfte.
Der mutmaßliche Spion, damals nur "H6" genannt, wurde schließlich des Landes verwiesen. Aus dem damaligen Büro von Andrew hieß es in einem Statement, das Sky News vorlag, dass der Ex-Prinz dem Rat der Regierung gefolgt sei. Er habe "jeden Kontakt mit der Person beendet, nachdem Bedenken geäußert wurden". Sensible Informationen seien laut Statement nie ausgetauscht worden.
Im Zusammenhang mit den Epstein-Akten wurde Andrew vor Kurzem festgenommen und verhört. Nach der Durchsuchung seiner Anwesen kam er wieder frei. Eine Anklage gibt es bisher nicht, aber die Ermittlungsbehörden scheinen ausreichend Hinweise auf mögliches Fehlverhalten zu haben.
Wendy Joseph, ehemalige Richterin am Zentralen Strafgerichtshof in London, sagt laut "Tagesschau": "Bei einem Verdächtigen dieser Art wäre es außergewöhnlich, wenn sie nicht viel Arbeit investiert hätten, um sicherzustellen, dass sie einen Fall aufbauen können."