Seit Jahren ist die Idylle beim Badeteich Süßenbrunn gestört. Immer wieder kommen sich Vierbeiner und Kinder in die Quere, denn: Auf dem 60.000 Quadratmeter großen Areal ist im Herbst und Winter Hundefreilauf erlaubt, von Mai bis September gilt ein schmaler Hundeverbotsstreifen – allerdings ohne Zaun.
Die Idee der MA 42, das Problem mit einem Zaun um den Spielplatz zu lösen, sorgte aber für massive Verstimmung. Wie berichtet, schaltete ein Vater schließlich Volksanwältin Gaby Schwarz ein. Sie findet: "Einen Kinderspielplatz einzuzäunen, zu dem man nur durch die Hundefreilaufzone kommt, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Alternative wäre eine großzügige, eingezäunte Hundefreilaufzone, damit sich Familien und Badegäste frei und sicher bewegen können. Und das sage ich als jahrzehntelange Hundebesitzerin."
„Es kommt gar nicht infrage, dass wir Kinder einzäunen!“Joe TaucherSPÖ-Klubchef und Parteivorsitzender SPÖ Donaustadt
Das sieht auch SPÖ-Klubchef Josef Taucher, der auch Parteivorsitzender der SPÖ Donaustadt ist, so – und spricht jetzt ein Machtwort: "Es kommt gar nicht infrage, dass wir Kinder einzäunen!" Er kenne das seit Jahren bestehende Problem: "Der Badeteich hat sich zu einem Geheimtipp für Hundebesitzer auch aus NÖ entwickelt. Es gibt immer wieder Beschwerden von Eltern, dass ihre Kinder von Hunden angesprungen werden", so Taucher zu "Heute".
Er habe sich mit Bezirkschef Ernst Nevrivy (SPÖ) in Verbindung gesetzt, man sei sich einig: "Die Diskussion muss beendet werden." Ziel sei es, die Hundezone einzuzäunen, der Bezirk übernehme die Kosten. "Bei uns werden keine Kinder eingezäunt!", betont Taucher.