"Ich habe Schande auf mich gebracht", so der 64-Jährige in einem Clip, den er auf Facebook stellte. Im Video heißt es vom Kabarettisten weiter: "Ich bedaure zutiefst, was ich gemacht hab, ich hätte es nicht tun sollen."
Damit sprach er an, wofür am Mittwoch Anklage gegen ihn erhoben wurde – den Missbrauch eines vierjährigen Mädchens. Es tue ihm "unendlich leid" und sei "schrecklich". Außerdem habe er "einiges Videomaterial auf Rechnern gehabt", auch das "tut mir so leid".
Es habe eine Phase in seinem Leben gegeben, "da hatte ich Lust auf solche Videos". Diese (19 Videos und 960 belastende Bilder) wurden von der Polizei bei einer Hausdurchsuchung bei Günter Paal sichergestellt.
Die Selbstanzeige erstattete "Gunkl", weil er von der Mutter und der Großmutter des jungen Opfers erpresst worden sein soll. Die hatten damals alles mitbekommen, aber nichts angezeigt, sondern Geld gefordert.
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Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
In der Anklage gegen die beiden wegen schwerer Erpressung steht eine Gesamtsumme von 189.000 Euro, die sie dem Kabarettisten nach und nach abgeknöpft haben könnten. Sie sitzen in U-Haft.
"Gunkl" ist indes auf freiem Fuß. Es drohen dem 64-Jährigen bei einem Schuldspruch fünf Jahre Haft. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.