Eigentlich sollten 209 Passagiere mit einer Boeing 767 der Austrian Airlines von Montreal nach Wien fliegen. Doch noch am Gate kam es zu einer Panne: Die vordere Notrutsche des Flugzeugs wurde versehentlich ausgelöst – das berichtet das Luftfahrtmagazin "Austrian Wings".
Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntag, dem 13. September 2026. Videos davon kursieren in sozialen Medien. Verletzt wurde am Boden niemand.
Nach dem Auslösen wurde die Notrutsche von Fachleuten ausgebaut. Damit stand an der linken vorderen Einstiegstüre keine Rutsche mehr für einen möglichen Notfall zur Verfügung.
Die Konsequenz: Die Zahl der Passagiere an Bord musste deutlich reduziert werden. Von den ursprünglich gebuchten 209 Fluggästen konnten nur 141 nach Wien mitfliegen.
Die übrigen 68 Passagiere wurden laut AUA "umgehend auf alternative Verbindungen" umgebucht.
Die Boeing mit der Kennung OE-LAE startete schließlich mit rund eineinhalb Stunden Verspätung in Montreal. Am 14. September erreichte die Maschine Wien-Schwechat.
Dort übernahm die AUA-Technik das Flugzeug. Die Fachleute sollten an der betroffenen Türe eine neue Notrutsche einbauen. Bereits am 15. September 2026 sollte die Maschine wieder eingesetzt werden.
Damit sich eine Notrutsche bei einer Evakuierung automatisch entfaltet, wird sie vor dem Start von der Besatzung aktiviert. Nach der Landung muss diese Funktion wieder deaktiviert werden, bevor die Türen für den normalen Ausstieg geöffnet werden.
Passiert das nicht und wird eine entsprechend aktivierte Türe geöffnet, kann die Notrutsche ausgelöst werden.
Für die 68 betroffenen Passagiere bedeutete die Panne jedenfalls eine ungeplante Änderung ihrer Reise. Sie mussten auf andere Verbindungen nach Wien ausweichen.