"Ich habe sie verwechselt"

Mädchen (8) ertrank im Teich – jetzt spricht der Vater

Nach einer furchtbaren Tragödie in Hirschstetten wird gegen die Eltern einer Achtjährigen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Nun spricht der Vater.
Christian Tomsits
10.05.2026, 16:30
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Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kostete einem Mädchen (8) im vergangenen Sommer beim Badeteich Hirschstetten (Wien-Donaustadt) auf tragische Weise das Leben – nun könnte es bald zu einem Prozess gegen die Eltern der Achtjährigen kommen. Den Syrern, die noch zwei Kinder haben, wird angelastet, den Tod ihrer kleinen Tochter fahrlässig mitverursacht zu haben – ein Strafverfahren läuft.

Das Mädchen war am heißen Sommerabend des 29. Juni in der völlig überlaufenen Babybucht trotz Schwimmreifen untergegangen. Tragisch: Unter Tränen gab der Vater später an, irrtümlich ein ähnlich gekleidetes Kind beobachtet zu haben. "Ich hielt sie für meine Tochter."

Nach wenigen Augenblicken soll er bemerkt haben, dass es sich bei diesem Kind gar nicht um seine Tochter handelte. Der Mann suchte vom Ufer aus sofort das Wasser ab und schrie laut um Hilfe. Als die Kleine wenige Minuten später um 20.35 Uhr leblos im Wasser gefunden wurde, war es bereits zu spät. Trotz Reanimation und Rettungsflug ins Donauspital starb das Mädchen im Krankenhaus – vermutlich erlitt sie einen epileptischen Anfall.

"Wir waren öfter gemeinsam schwimmen. Die Kinder hatten großen Spaß im Wasser und waren beim Schwimmen sehr geschickt", erklären die Eltern, die in der schwersten Zeit ihres Lebens von Anwalt Wissam Barbar unterstützt und vertreten werden. "Das tragische Ableben der Tochter ist nicht etwa auf ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten der Eltern zurückzuführen, sondern auf eine Verkettung unglücklicher Umstände", so der Top-Jurist, der auf eine Einstellung des Verfahrens hofft.

Während die Mutter auf die beiden anderen Kinder aufpasste, sollte der Vater auf die Tochter achten. "Beiden Eltern war stets bewusst, dass im Wasser – auch wenn es wie in der Babybucht nur bis zu den Knien reicht – immer etwas passieren kann. Die Kinder sind für die beiden Beschuldigten das Wichtigste auf der Welt."

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