Wegen Beihilfe zur Zuhälterei ist am Dienstag eine 27-jährige Rumänin am Landesgericht zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, 14 davon auf Bewährung.
Die Angeklagte soll gemeinsam mit einem Komplizen eine 18-jährige Landsfrau nach Österreich gelockt haben. Unter dem Vorwand einer Arbeit in einer Käserei oder Kartonagenfabrik wurde das Opfer jedoch zur Prostitution gezwungen.
Die Frau, die selbst seit mehreren Jahren als Prostituierte arbeitet, hatte die ersten beiden Prozesstermine verpasst und musste den März in Untersuchungshaft absitzen, wie der ORF berichtet. Vor Gericht beteuerte sie ihre Unschuld: "Ich habe mit dem Mädchen gar nichts gemacht."
Richter Gernot Kugi erklärte, dass die Mitwirkung der Angeklagten nicht toleriert werden könne. Das einen Monat unbedingt verhängte Haftmaß hatte die Frau bereits durch die U-Haft abgesessen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Verfahren gegen den Hauptangeklagten läuft weiterhin.