WKÖ-Boss Mahrer enttäuscht über längere Lokalsperre

Zeigt sich enttäuscht nach der Regierungs-Entscheidung, die Gastronomie noch gesperrt zu lassen: WKÖ-Boss Harald Mahrer
Zeigt sich enttäuscht nach der Regierungs-Entscheidung, die Gastronomie noch gesperrt zu lassen: WKÖ-Boss Harald Mahrerapa/picturedesk ("Heute"-Montage)
Die Gastronomie zeigt sich enttäuscht vom Ergebnis des Corona-Gipfels. Harald Mahrer, WKÖ-Präsident, bezeichnet den Output als "unbefriedigend".

"Bitte warten" heißt es auch nach dem gestrigen Corona-Gipfel für alle Gastronomen und Wirte. Wie die Bundesregierung am Montag bekanntgab, sollen Schanigärten erst in runde einem Monat, am 27. März, ihre Tore öffnen dürfen. Der Indoor-Gastronomie ist bis auf Weiteres ein Riegel vorgeschoben. Mindestens bis April müssen Herr und Frau Österreicher also noch auf das Schnitzel beim Wirten verzichten. 

In einer ersten Reaktion zeigten sich die Branchensprecher enttäuscht über das Ergebnis, haben sie doch im Vorfeld vehement auf eine rasche Öffnung gedrängt. Die Obleute der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, sprachen bei der regionalen Möglichkeit von Öffnungen und dem angekündigten Beginn der Schanigarten-Saison für die Karwoche von "Lichtblicken", für die meisten Betriebe würde die Entscheidung der Regierung aber für "Frustration und Enttäuschung" sorgen. 

"Österreich würde Maßstäbe setzen"

Ähnlich sieht das auch der enge Vertraute von Bundeskanzler Kurz und Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Harald Mahrer. "Österreichs Betriebe sind keine Gefährder. Ganz im Gegenteil. Ihre Sicherheits- und Präventionskonzepte für einen sicheren Betrieb während der Covid-Pandemie sind weltweit vorbildlich. In zahlreichen Ländern, zB in der Schweiz, haben Betriebe ohne derartig umfangreiche Konzepte geöffnet. Mit dem Tragen von FFP2 Masken und zusätzlichen Eintrittstestungen würde Österreich weltweit Maßstäbe setzen."

Es sei "unbefriedigend, dass es keine politische Einigung zum vollumfassenden Einsatz des vollen Werkzeugkoffers in allen betroffenen Branchen für schrittweise sichere Öffnungen gibt", erklärte Mahrer in einer Aussendung. Zwei Drittel der Ansteckungen würden im privaten Bereich stattfinden, argumentiert die WKÖ unter Verweis auf die "Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit" (AGES).

Vorhandene Regeln würden funktionieren

"Die vorhandenen Werkzeuge, nämlich FFP2-Masken, verschärfte Abstandsregeln und die umfangreichen Testmöglichkeiten, haben im Handel und bei den körpernahen Dienstleistern gezeigt, dass sie funktionieren. Jeder einzelne Test hilft, symptomlose Infizierte rasch zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen", erklärt auch WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf, der darauf verweist, dass durch die bisherige Ausweitung der Teststrategie mit Zutrittstestungen die Anzahl der öffentlichen Tests massiv gesteigert werden konnte.

Abschließend halten Mahrer und Kopf fest, dass das österreichische Impfprogramm beschleunigt werden muss. "Denn Tests und Impfungen sind der Schlüssel für eine nachhaltige Pandemiebekämpfung."

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