Der "Herminator" rührte am Wiener Heumarkt die Werbetrommel für die neue Ski-Saison in seiner Heimat Flachau und machte dabei die heimischen Fans auch so richtig heiß auf den Weltcup und Olympia. Denn: Vor dem "Heute"-Mikro versprühte Hermann Maier jede Menge Zuversicht.
Ski-Krise in Rot-Weiß-Rot? Davon wollte der 52-Jährige auf der Eisfläche des Wiener Eislauf-Vereins nichts wissen. Maier ist sich sicher: "Ich hatte schon vorige Saison das Gefühl, dass die Talsohle durchschritten ist. Ich bin sehr optimistisch. Die WM hat gut funktioniert, und einige Neue haben tolle Leistungen gebracht. Ich glaube, dass wir in allen Bereichen gut aufgestellt sind und eine bessere Saison erleben."
Besonders zwei Stars aus dem Herrenteam traut er heuer den großen Wurf zu: "Der eine oder andere hat die Chance auf ganz oben in Richtung Gesamtweltcup. Marco Schwarz hatte es letztes Jahr in der Comebacksaison noch schwer. Auch Raphael Haaser hat Chancen. Marco Odermatt war letztes Jahr auch schon zu schlagen gewesen und hatte nicht seine beste Saison."
Die Schweiz stellt mit Odermatt den alles überstrahlenden Superstar der letzten Jahre und auch mannschaftlich haben Herren und Damen die ÖSV-Asse abgehängt. Was haben die Schweizer besser gemacht in der Vergangenheit und haben die Österreicher aufgeholt? Maier antwortet mit einem Augenzwinkern: "Die Schweizer müssen irgendwann einmal aufholen, weil im Endeffekt waren die über Jahre weg. Wenn ich unser Zeit hernehme: Da war eine Jammerei wie jetzt in Österreich."
Der 54-fache Weltcupsieger weiter: "Jetzt sind sie viel dichter vorne. Es ist immer ein Auf und Ab. Das Auf war bei uns sehr lange. Gegen Ende hin hat es sich schon ein bisschen abgezeichnet, als die Konzentration nur mehr auf dem einen oder anderen war, dass die Mannschaft einfach in der Geschlossenheit nicht mehr so stark ist."
Das Match Österreich gegen die Schweiz wird es im Jänner übrigens auch bei der Hermann Maier Star Challenge im Rennen der Flachau-Nachtrennen erstmals geben: "Der Länderkampf gegen die Schweiz ist immer besonders. Ich hoffe nur, es wird nicht zu einseitig. Es ist eine interessante Veranstaltung. Super, auf einer guten Piste Kollegen aus der früheren Zeit zu sehen." Darauf angesprochen, dass er selbst die Challenge noch nie gewinnen konnte, lachte Maier: "Als Gastgeber wäre es fast peinlich, zu gewinnen."