Behörden ermitteln

Mama (39) nach Spinnenbiss tot: Spitäler unter Beschuss

Eine 39-jährige Mutter aus Ostia bei Rom ist nach einem mutmaßlichen Biss einer Violinspinne verstorben. Die Familie erhebt schwere Vorwürfe.
29.10.2026, 18:51
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Sabrina Gigliotti aus Ostia kämpfte wochenlang ums Überleben, nachdem sie offenbar von einer Violinspinne gebissen worden war. Laut 20 Minuten läuft nun ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt, während die Angehörigen eine lückenlose Aufklärung fordern. Sie werfen den behandelnden Ärzten vor, nicht richtig gehandelt zu haben.

Anfangs nur ein Juckreiz – dann wurde alles schlimmer

Mitte September bemerkte Sabrina G. eine juckende Stelle am rechten Oberschenkel. Im Grassi-Spital bekam sie das Antibiotikum Augmentin verschrieben. Doch die Beschwerden wurden schlimmer. Auch im Celio-Spital änderte sich an Diagnose und Behandlung nichts, obwohl sich ihr Zustand verschlechterte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In den Wochen danach litt G. unter starken Schmerzen im unteren Rücken und in den Beinen, dazu kam ein Brennen im Bauchbereich. Am 18. Oktober suchte sie – auf Krücken – erneut das Grassi-Spital auf. Trotzdem wurde sie nicht stationär aufgenommen.

Zwei Tage später verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Laut Angaben der Familie konnte Sabrina kaum noch sprechen. Am 21. Oktober wurde sie im Grassi-Spital intubiert und ins Spallanzani-Spital verlegt. Dort teilte die Leitung der Infektionsabteilung der Familie mit, dass die Lage äußerst kritisch sei. Schließlich kam sie ins San-Camillo-Spital, wo sie am 25. Oktober starb.

Die Familie hat mit ihrem Anwalt Anzeige bei den Carabinieri erstattet. Sie spricht von möglichen Behandlungsfehlern. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet. Diese und die Krankenakten sollen klären, ob es Versäumnisse gab und ob der Tod verhindert werden hätte können. Der Anwalt der Familie fordert "absolute Wahrheit und Gerechtigkeit".

Experten zweifeln an Todesfällen durch Violinspinne

Schon Anfang des Jahres gab es ähnliche Fälle. Wie 20min.ch berichtet, hatte der Spinnenexperte Wolfgang Nentwig von der Uni Bern damals Zweifel am Zusammenhang zwischen den Spinnenbissen und den Todesfällen geäußert. Die Spinne sei nie eindeutig bestimmt worden. Weltweit sei bisher kein Todesfall durch die europäische Violinspinne Loxosceles rufescens bekannt, so Nentwig. Die damaligen Fälle seien laut dem Experten "überprüfungsbedürftig".

red, 29.10.2026, 18:51
Weitere Storys