Überraschender Abgang im US-Militär: Generalleutnant Brett Sylvia – der ranghöchste Stratege in der US-Armee – wurde laut Medienberichten gefeuert. Wie "The Atlantic" schreibt, sei kein Grund für die Entlassung genannt worden. Seitens des Pentagons habe man auf eine diesbezügliche Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht reagiert.
In einem CBS News-Bericht war von einem vorgeworfenen Fehlverhalten die Rede. Demnach soll Sylvia geheime Informationen an Journalisten weitergegeben haben. Laut einer anonymen Pentagon-Quelle sei der Generalleutnant dreimal durch einen Lügendetektortest gefallen. Es folgte die Weitergabe des Falles an das Justizministerium.
Aktuell wird in den USA darüber spekuliert, dass es nach den Zwischenwahlen am 3. November zu einem erneuten Angriff auf den Iran kommen könnte. Ein Gerücht, das US-Präsident Donald Trump zuletzt anheizte. Er kündigte einen "weiteren kleinen Epischen Zorn" an. Damit nahm der US-Präsident Bezug auf den Namen der US-israelischen Operation gegen den Iran im Februar.
Vor diesem Hintergrund ist Sylvias Abgang überraschend zumal auch kein Nachfolger bestimmt worden sei. Bereits seit Anfang September haben weder die USA noch der Iran Ziele am Land angegriffen.
Entlassungen sind in der US-Armee seit der Übernahme des Verteidigungsministeriums durch Pete Hegseth allerdings keine Seltenheit. Im Auftrag von Trump hatte er bereits zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht. So sei die Zahl der Offiziere und Planstellen um 20 Prozent gekürzt worden. Betroffen seien vor allem Soldaten gewesen, die Hegseth nicht auf seinem Kurs gegen die "woke" Linie der Vorgängerregierung folgen wollten.