Am Friedhof in Kirchberg am Wechsel (Bezirk Neunkirchen) wäre es am Donnerstag beinahe zum vielleicht skurrilsten Auto-Diebstahl des Jahres gekommen. Wie die "NÖN" berichten versuchte ein 25-jähriger Belgier einen Leichenwagen stehlen, konnte erst im letzten Moment daran gehindert werden.
Bestattungsmitarbeiter hatten gerade am Friedhof gewerkt und den Leichenwagen einige Meter entfernt mit steckendem Schlüssel stehen gelassen. Gegen 10:30 Uhr sahen sie, wie ein junger Mann ums Auto herumschlich, wurden misstrauisch und liefen zum Auto zurück. Da saß der 25-Jährige bereits hinter dem Steuer, hatte den Motor gestartet und wollte wegfahren. Die beiden Bestatter konnten das verhindern.
Dass es sich dabei um keinen Lausbubenstreich handelte, fand die Polizei wenig später heraus. Wie sich herausstellte, hatte der Belgier zuvor bereits in Tschechien ein Auto gestohlen und war damit nach Österreich gefahren, wo er offenbar auf ein neues, wenn auch nicht unauffälligeres Gefährt wechseln wollte. Aus gegebenem Anlass verhängte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt U-Haft.