Erschreckende Serie in der deutschen Bundeshauptstadt: Mehrere Personen waren nach dem Verzehr von vermeintlichen THC-Gummibärchen auf medizinische Hilfe angewiesen. Für einen 42-Jährigen kam trotz Reanimationsmaßnahmen jede Hilfe zu spät.
Wie die "Bild" berichtet kam es zu dem tödlichen Vorfall am Dienstag im Stadtteil Neukölln. Dort erlitt ein 42-Jähriger gegen 10.26 Uhr einen Kreislaufstillstand. Trotz Reanimationsmaßnahmen konnte der Mann nicht gerettet werden.
Schon am 18. September kam es zu einem ähnlichen Vorfall in Berlin-Friedrichshain. Einsatzkräfte fanden dort gegen 10.43 Uhr eine 30-Jährige mit schweren Bewusstseinsstörungen. Über eine Stunde später kam es an derselben Adresse zu einem erneuten Alarm. Auch ein 40-Jähriger musste wegen dieser Symptome ins Krankenhaus gebracht werden.
Alle Personen sollen die angeblichen THC-Gummibärchen konsumiert haben. Laut der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung seien "mehrere Fälle" bekannt. Es sei bei den Betroffenen "zu unterschiedlich starken Formen von Intoxikationen mit einem opioiden Toxidrom" gekommen.
So sollen die Vergiftungen durch Fentanyl, Heroin, Morphin, Oxycodon oder Methadon ausgelöst worden sein. Die Symptome sind Bewusstseinsstörung bis Bewusstlosigkeit, langsame, flache oder aussetzende Atmung, stecknadelkopfgroße Pupillen und im schlimmsten Fall ein tödlicher Atemstillstand.
Bezirke, Kliniken und Beratungsstellen wurden jedenfalls seitens der Verwaltung gewarnt. Unklar ist, welche Substanz genau zu den Symptomen führte. Laut dem Bericht der Zeitung sollen zwei Patienten auf die Behandlung mit Naloxon angesprochen haben. Durch dieses Medikament werden Fentanyl, Heroin oder Morphin verdrängt.