Fremder setzte sich ins Auto

Mann droht mit Kindesentführung – Mama bekommt Strafe

Schockerlebnis für eine Mutter aus Tirol. Ein Wildfremder setzte sich in ihren Pkw, drohte mit ihren Kinder wegzufahren. Doch SIE wird jetzt bestraft.
Christian Tomsits
16.07.2026, 05:30
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Der unglaubliche Fall soll sich vor zwei Wochen vor einer Apotheke in St. Johann in Tirol abgespielt haben. Martha R. (36, Name geändert) parkte mit ihrem Fahrzeug ein, ließ ihren dreijährigen Buben und die einjährige Tochter angeschnallt im Auto sitzen. Weil es heiß war, ließ sie Motor und Klimaanlage laufen.

"Ich wollte nur schnell ein Medikament holen", schildert die Tirolerin in "Heute". Was dann folgte, bezeichnet die 36-Jährige als "schlimmstes Erlebnis als Mutter und eine der schlimmsten Erfahrungen des Lebens." Im Geschäft beschwerte sich ein Mann lautstark über den laufenden Motor, drohte nach einem Wortwechsel damit, mit dem Auto samt Kindern wegzufahren.

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"Zunächst konnte ich nicht glauben, was ich gerade gehört hatte. Doch als ich gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen der Apotheke nach draußen lief, bot sich mir ein Schock: Der Mann saß tatsächlich in meinem Auto und hatte die Türen verriegelt – meine beiden kleinen Kinder waren noch immer im Fahrzeug und weinten panisch vor Angst." Erst als die verzweifelte Mutter ans Fenster klopfend mit der Polizei drohte, stieg der Fremde aus.

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Alarmierte Beamte trafen kurz Zeit später ein und nahmen die Personalien aller Beteiligten auf. Dennoch blieb der Vorfall für den Fremden völlig ohne Konsequenz: Ein eingeleitetes Verfahren wegen Freiheitsberaubung wurde eingestellt, da die Türen angeblich nie versperrt waren. Aber der Fall ging nicht etwa zu den Akten – Vurschrift ist Vurschrift – sondern die Mutter bekam nun eine Strafe aufgebrummt wegen des Laufenlassens vom Motor!

"Da will jemand meine Kinder entführen und ich werde belangt", versteht die 36-Jährige die Welt nicht mehr. Die Polizei bestätigte auf "Heute"-Anfrage den Vorfall.
Der Sachverhalt wurde samt Zeugenaussagen an die Staatsanwaltschaft übermittelt. "Die Verwaltungsanzeigen gegen die Fahrzeuginhaberin wurden aufgrund einer Privatanzeige an die BH Kitzbühel erstattet", hieß es knapp. Die Betroffene könne dagegen noch Einspruch erheben.

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