Trat im Vollrausch gegen Zug

Mann drohte ÖBB-Mitarbeitern mit dem Umbringen

Ein 30-Jähriger randalierte in einem Zug nach Krems, bedrohte ÖBB-Mitarbeiter und beschädigte die Fahrerkabine.
Victoria Carina  Frühwirth
26.05.2026, 05:45
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Wilde Szenen auf der Zugfahrt von St. Pölten nach Krems: Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Tulln soll bereits während der Fahrt durch pöbelhaftes Verhalten aufgefallen sein. Am Kremser Bahnhof eskalierte die Situation dann völlig.

Mit dem Umbringen gedroht

Wie die "Niederösterreichischen Nachrichten" berichten, bedrohte der Mann zwei ÖBB-Mitarbeiter mit dem Umbringen. Laut Anklage soll er gerufen haben: "I drah euch ham!" Danach trat er gegen die Führerstandstür und Ausstiegstüren des Zuges. Durch eine beschädigte Öffnung soll er sogar in Richtung Fahrerkabine gelangt sein und Schläge gegen die ÖBB-Mitarbeiter ausgeführt haben.

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Zum Schutz der anderen Fahrgäste alarmierten die ÖBB-Mitarbeiter schließlich die Polizei. Für den 30-Jährigen endete die Fahrt am Bahnhof Krems im Polizeigewahrsam.

Halbe Flasche Wodka, mehrere Bier

Nun landete der Fall vor Gericht. Dort zeigte sich der bisher unbescholtene Mann reumütig. "Es tut mir sehr leid und ich entschuldige mich für mein Verhalten", sagte er laut "NÖN". Viel mehr könne er zu dem Vorfall vom 4. Dezember 2025 nicht sagen, beteuerte er. Nach einigen Bieren und einer halben Flasche Wodka habe er einen "kompletten psychologischen Bruch" gehabt.

Bei der Festnahme wurden 2,2 Promille festgestellt. Ein Sachverständiger sah aber keinen Vollrausch und keine psychische Störung. Der 30-Jährige sei trotz Alkohol noch zurechnungsfähig gewesen.

Drei Monate bedingt

Das Urteil für den jungen Mann: drei Monate Haft auf Bewährung wegen Nötigung und Sachbeschädigung. Zusätzlich muss der Mann den von ihm verursachten Schaden am Zug bezahlen.

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