Wegen des mutmaßlichen Mordversuchs an einer 80-Jährigen im Bezirk Bruck an der Leitha befindet sich ein 53-jähriger Pole in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft. Er soll die Pensionistin Ende des Vorjahres schwer misshandelt haben.
Die Tat soll sich am 10. Dezember ereignet haben. Laut Staatsanwaltschaft Korneuburg habe der Mann der Frau einen Stoß versetzt, woraufhin sie die Kellerstiege hinunterstürzte. Anschließend soll er sie mit einer Glasscherbe schwer verletzt und versucht haben, sie mit einem Teppich zu ersticken. Einen "Krone"-Bericht bestätigte Staatsanwältin Gudrun Bischof.
Angenommen werde ein finanzielles Motiv, sagte Opfervertreter Manfred Arbacher-Stöger. Der Verdächtige habe für die Witwe wie ein Ziehsohn gegolten und sei zum Tatzeitpunkt als Alleinerbe eingesetzt gewesen.
Der mutmaßliche Mordversuch soll sich bei einem Treffen im Haus der Pensionistin ereignet haben. Das Martyrium habe eineinhalb bis zwei Stunden gedauert. Schließlich konnte die Frau telefonisch Hilfe holen, der 53-Jährige wurde festgenommen. In der Zwischenzeit habe das Opfer ihr Testament geändert.
Bei einem Besuch in der Justizanstalt soll der Beschuldigte seinem 16-jährigen Sohn einen Zettel zugesteckt haben. Darin habe er ihn auffordern wollen, das Opfer zu einer Unfallversion zu überreden. Die Nachricht wurde von der Justizwache abgefangen. Es gilt die Unschuldsvermutung.