Am Donnerstag gegen 17 Uhr geschah das Unglück: In Engerwitzdorf (Bez. Urfahr-Umgebung) fiel ein Mann kopfüber in einen mit Wasser gefüllten Schacht.
Sein Glück: Ein Nachbarskind beobachtete den Unfall und erkannte sofort den Ernst der Lage. In der Panik fiel der Kleinen aber keine Notrufnummer ein. Die Lösung: Sie suchte am Handy nach der "Feuerwehr Schweinbach" und rief dort an.
Jugendbetreuer Mario Schwarz hob ab und kümmerte sich um die junge Dame am anderen Ende der Leitung. Während er die Adresse notierte, löste er gleich die Sirene aus und veranlasste die Alarmierung der Höhenretter. Parallel dazu verständigte Schwarz Rettung und Polizei.
Binnen kürzester Zeit rückten die Feuerwehrler gemeinsam mit den Spezialisten aus. Noch bevor Rettung und Polizei eintrafen, waren sie an Ort und Stelle.
Der Verunglückte hatte es inzwischen geschafft, sich im Schacht umzudrehen und so Luft zu bekommen. Umgehend wurde ein Retter abgeseilt. Den Einsatzkräften gelang es, den Mann zu bergen und ans Rote Kreuz zur weiteren medizinischen Versorgung zu übergeben.
Dank des raschen und beherzten Handelns des Mädchens, der glücklichen Fügung, dass sich ein Feuerwehrmann im Haus befand, und des reibungslosen Einsatzes wurde ein tragischer Ausgang verhindert. "Das Kind hat alles richtig gemacht und dem Nachbarn vermutlich das Leben gerettet", betonen die Einsatzkräfte.