Warum musste ein Mitarbeiter einer Rüstungsfabrik in Sternberk (Tschechien) sterben? Diese Frage beschäftigte am Freitag das Gericht in Olmütz. Der Fall geht auf das Jahr 2023 zurück. Damals platzierte der 48-jährige Beschuldigte eine vergiftete Limonadenflasche im Kühlschrank an seinem Arbeitsplatz.
Wie die "Krone" berichtet, tranken zwei Mitarbeiter von der mit Frostschutzmittel versetzten Flasche. Einer der Männer starb, der andere überlebte mit schweren Nierenschäden. Doch was hat den 48-Jährigen zu dieser Tat verleitet?
Der Verdächtige habe wissen wollen, wer aus dem Kühlschrank stiehlt. Laut seinem Anwalt habe der Mann niemanden umbringen wollen. Des Weiteren sei er nicht zurechnungsfähig. Aber nicht nur seine Arbeitskollegen soll der Beschuldigte ins Visier genommen haben.
Im Mai 2025 soll er mit Rattengift, Blei und Morphium vergiftete Getränkeflaschen an verschiedenen Orten in Olmütz verteilt haben, dabei seien Obdachlose sein Ziel gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hatten den 48-Jährigen jedoch schon Polizisten beobachtet, die Schlimmeres verhindern konnten.
Schlussendlich wurde der Angeklagte wegen Mord und versuchten Mordes zu 24 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Heißt: Nachdem er seine Haftstrafe abgesessen hat, wird er in eine Therapieeinrichtung verlegt.