Brutale Szenen in der Steiermark: Auf der Terrasse und im Hof eines Einfamilienhauses soll ein Mann (42) immer wieder mit einem Messer auf seine Partnerin und deren Sohn eingestochen haben. Beide trugen schwere Verletzungen davon, auch er selbst fügte sich lebensbedrohliche Wunden zu. Nun gibt es neue Hinweise auf das Tatmotiv.
Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass ein Familienstreit der Auslöser war. Zahlreiche Zeugen, darunter die 16-jährige Tochter der Frau, erlebten die Attacke hautnah mit. Auf der Straße hielt das Mädchen Passanten an und erzählte, dass ihr Stiefvater ihre Mutter und ihren Bruder mit einem Messer angegriffen habe. Sie selbst blieb unverletzt. Auch mehrere Nachbarn bekamen die schrecklichen Szenen mit und alarmierten die Polizei.
Trotz ihrer Verletzungen konnten Mutter und Sohn aus dem Haus flüchten und wurden von den Zeugen erstversorgt. Ein Großeinsatz der Polizei in dem 460-Einwohner-Ort bei Sinabelkirchen wurde eingeleitet, auch die Streife der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) war beteiligt.
"Nachdem unklar war, ob der Mann sich noch im Haus befindet, ist die Schnelle Interventionsgruppe taktisch in das Haus vorgegangen und hat den 42-jährigen Tatverdächtigen blutüberströmt vorgefunden, hat sofort Erste Hilfe geleistet und den Mann auch formell festgenommen", so Polizeisprecher Fritz Grundnig im ORF.
Die Verletzten wurden umgehend in Krankenhäuser eingeliefert. Während Mutter und Sohn außer Lebensgefahr sind, liegt der Mann auf der Intensivstation. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde bereits sichergestellt. Jegliche Einvernahmen sind noch ausständig. Die Familie war polizeilich bislang jedenfalls nicht auffällig.