"Familie als Ganzes gebrochen"

Manninger-Witwe: "Muss stark sein für Söhne"

Nach dem Unfalltod von Alexander Manninger richtet seine Ehefrau den Fokus nach vorne – für ihre zwei kleinen Söhne will sie stark bleiben.
Sport Heute
20.04.2026, 11:40
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Inmitten unvorstellbarer Trauer richtet Emily Manninger ihren Blick nach vorne – für ihre Kinder. "Ich muss jetzt stark sein für unsere Söhne", schreibt die Witwe des verstorbenen Ex--ÖFB-Teamtorhüters auf Facebook und trifft damit einen Satz, der besonders berührt.

Alexander Manninger kam am 16. April bei einem tragischen Verkehrsunfall in Salzburg ums Leben. Der 48-Jährige war mit seinem VW-Minivan an einem unbeschrankten Bahnübergang unterwegs, als es zur Kollision mit einer Lokalbahn kam. Der Wagen wurde erfasst und mitgeschleift – jede Hilfe kam zu spät.

Sohn erst drei Jahre alt

Zurück bleibt eine junge Familie. Manninger hinterlässt seine Ehefrau Emily und zwei kleine Söhne. Erst Ende März feierte die Familie noch gemeinsam den dritten Geburtstag des älteren Kindes Alexander. Auch der zweite Sohn, Nicolas, ist noch im Kleinkindalter.

Nun ist alles anders. "Die Nachricht hat mich und unsere Familie als Ganzes gebrochen", schreibt Emily Manninger und beschreibt damit die Wucht des Verlusts. "Wir sind nicht die Art von Familie, die solche Trauer und Schmerz öffentlich teilt, aber ich habe keine Wahl, da mich der Ausguss der Liebe aus der ganzen Welt überwältigt hat."

Gleichzeitig macht sie klar: Aufgeben ist keine Option.

Stets ein Rückhalt

Denn im Mittelpunkt stehen jetzt ihre Kinder. Für sie will sie weitermachen, ihnen Halt geben und irgendwie einen neuen Alltag finden. Eine Aufgabe, die Kraft kostet – und Mut verlangt.

Manninger selbst prägte über Jahre den österreichischen Fußball. Der frühere Teamtorwart spielte unter anderem für Arsenal in England, stand auch in Italien und Deutschland auf dem Platz – für Juventus, Udinese und Augsburg. Mit seiner ruhigen Art und Erfahrung war er stets ein verlässlicher Rückhalt.

Gänsehaut in Turin

Am Sonntagabend vor dem Spiel zwischen Juventus und dem FC Bologna gedachte die "Alte Dame" dem verstorbenen Ex-Keeper und zollte ihm einen emotionalen Tribut. Alle drei Torhüter der Turiner liefen zum Aufwärmen mit besonderen Trikots ein – auf dem Rücken stand jeweils der Name "Manninger" sowie die Nummer 13. Genau jene Rückennummer, die der Österreicher während seiner Zeit bei Juventus von 2008 bis 2012 getragen hatte. Ikone Gianluigi Buffon legte am Rasen einen Kranz nieder mit der Aufschrift: "Ciao Alex!"

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